Die Solarenergie ist derzeit in aller Munde: Mit Hochdruck möchten Immobilienbesitzende und Unternehmen Solaranlagen installieren – sei es wegen der Versorgungssicherheit, der hohen Strompreise oder aus Gründen des Klimaschutzes. Würden keine Lieferengpässe und Fachkräftemangel den Ausbau bremsen, ginge es wohl auch schneller voran. Aber genügend schnell?
Nicht, wenn man eine neue Untersuchung zum Anteil des Solarstroms in Schweizer Standardprodukten betrachtet: Im Schweizer Standard-Strommix (siehe Kasten) spielt der Solarstrom noch kaum eine Rolle. «Der Solarstrom hat in der Grundversorgung ein Mauerblümchendasein», schreibt die Klima-Allianz Schweiz.
Vielerorts null Solarstrom
Sie hat zusammen mit dem Stromvergleichsdienst My New Energy die Daten erhoben. Eingeflossen sind die Ergebnisse in die Online-Karte «Stromlandschaft Schweiz» (rechts auf «Wieviel Solarstrom steckt im Schweizer Standard?» klicken). Sie zeigt den Sonnenstromanteil im gelieferten Standard-Mix der jeweiligen Gemeinde. Die meisten Konsumenten beziehen in der Schweiz den Standard-Strommix ihres jeweiligen Wohnorts.
Je goldener die Farbe auf der Karte, umso mehr Solarstrom ist im lokalen Strommix enthalten. Der grösste Teil der Karte ist allerdings grau. Der Solaranteil beträgt null. Vor allem in einigen Kantonen und Gemeinden der West- und Nordostschweiz wird Solarenergie dem Mix beigefügt – oft allerdings in geringem Mass.
