Automatisiertes Haus
Seit neuestem jedoch nicht mehr: Mittlerweile haben die Dilliers ihre Photovoltaik-Anlage erhalten – aus den Steckdosen fliesst nun grüner Strom. Aber nicht nur des erneuerbaren Stroms wegen ist Dillier glücklich. Realisiert wurde vom Elektrotechnikspezialisten ISP Electro Solutions AG, einer Konzerngesellschaft der BKW, gleichzeitig ein Smart Home. Zusammen hätten sie die optimale Lösung gefunden, sagt der Radprofi.
Diese besteht zum Beispiel aus einer automatisierten Beleuchtung. Da das Haus über grosse Fenster mit hoher Sonneneinstrahlung verfügt, lässt sich auch die Beschattung intelligent steuern. Zudem wird die Wärmepumpe ebenfalls optimiert mit Solarstrom betrieben. Eine Entertainment-Anlage hätten sie indessen noch nicht integriert. «Unsere zwei Kinder spielen lieber», sagt der 32-Jährige.
Kontrollieren und optimieren
Eine Art spielerisches Werkzeug hält Dillier derzeit selbst oft in der Hand: sein Handy mit der Home-Energy-App. Diese zeigt ihm an, wie viel Strom die Anlage zu jedem beliebigen Zeitpunkt produziert. Der Sportler nennt die App «eine Spielerei im positiven Sinn».
Positiv deshalb, weil er damit herausfinden kann, wie es sich mit der Stromproduktion der Solaranlage verhält. «Wegen der App habe ich mir auch schon überlegt, ob ich die Waschmaschine eine Stunde später starte», sagt er. Das Ziel sei es, möglichst viel des produzierten Stroms selbst zu verbrauchen.
Die Messung soll auch Aufschlüsse liefern, ob es später ein Stromspeicher-Modul braucht. Vorerst hätten sie darauf verzichtet, sagt Dillier. Die App fasziniere ihn. «Ich werfe momentan jede Stunde einen Blick aufs Handy», sagt er schmunzelnd.
Vorbild für die kommende Generation
Für ihn seien nicht nur Stromsparen und Selbstversorgung ein Grund für das Smart Home, sondern auch seine Vorbildfunktion. Diese kommt ihm nicht nur als Profisportler zu, sondern viel mehr als Vater: «Wir sind die Vorbilder für die nächste Generation. Meine Kinder sollen lernen, nachhaltig mit Ressourcen umzugehen.»
Der nächste Schritt bestehe nun im Einbau einer Ladestation fürs E-Auto. «Wenn uns Elon Musk nicht doch noch auf den Mars bringt, werden wir noch eine Zeitlang auf diesem Planeten leben müssen. Es ist der einzige, den wir haben», schliesst er.