Manchmal verändert eine Erfindung die Welt nicht mit viel Tamtam, sondern mit einem einfachen Klick. 1959 führte Volvo den Dreipunkt-Sicherheitsgurt ein. Ein simpler Ablauf, der bis heute jeden Tag millionenfach wiederholt wird: Gurt greifen, einrasten, losfahren.
Was heute selbstverständlich wirkt, war damals ein bedeutender Schritt. Volvo-Ingenieur Nils Bohlin entwickelte ein System, das Oberkörper und Becken zugleich sicherte und sich mit einer Hand bedienen liess. Noch wichtiger war, was danach geschah: Volvo gab das Patent frei. Denn: Sicherheit sollte kein exklusiver Vorteil einer Marke bleiben, sondern alle schützen.
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Der Gedanke dahinter ist bis heute für Volvo derselbe. Doch das Verständnis von Schutz geht heute weiter: Es bedeutet nicht mehr allein, Menschen bei einem Unfall besser zu schützen. Moderne Mobilität muss auch Ressourcen schonen, Energie effizienter nutzen und den CO₂-Fussabdruck senken. Kurz: Ein Auto soll seine Insassinnen und Insassen schützen – und zugleich verantwortungsvoll im Umgang mit Umwelt und Ressourcen sein.
Beim neuen Volvo EX60 wird dieser Gedanke konkret. Der vollelektrische Premium-SUV schreibt nicht einfach die Sicherheitsgeschichte der Marke weiter. Er zeigt, dass Nachhaltigkeit bereits beginnt, bevor ein Auto überhaupt auf der Strasse fährt: etwa bei den Materialien und der Art und Weise, wie es gebaut wird.
Ein Stück Schweiz im neuen Volvo
Ein Schlüssel dazu heisst Megacasting. Was nach Science-Fiction klingt, ist im Prinzip erstaunlich einfach: Statt zahlreiche Einzelteile einzeln zu fertigen, zu transportieren, zusammenzufügen und zu verschweissen, werden grosse Karosserieteile aus Aluminium in einem einzigen Guss hergestellt. Beim EX60 ersetzt diese Methode hunderte von Stanzteilen.
Das baut Komplexität ab, reduziert Materialabfall und kann das Gewicht des Autos senken. Weniger Gewicht hilft wiederum, Energie effizienter zu nutzen. Denn gerade bei einem Elektroauto zählt jedes Kilo. Bemerkenswert ist dabei der Bezug zur Schweiz. Die Megacasting-Technologie im Werk Torslanda stammt von der Bühler AG aus Uzwil.
Eine Schweizer Industrieinnovation hilft also mit, die Fahrzeugproduktion eines schwedischen Herstellers zu verändern. Nicht als oberflächlicher Trend, sondern dort, wo Nachhaltigkeit oft am wirksamsten ist: in der Konstruktion und in der Fertigung.
Weniger Teile, mehr Wirkung
Megacasting passt deshalb gut zum modernen Verständnis von Nachhaltigkeit von Volvo. Denn umweltbewusstes Fahren beginnt nicht erst beim Laden an der Steckdose. Es beginnt schon bei der Frage, wie viele Rohstoffe benötigt werden und wie gut Materialien im Kreislauf gehalten werden. Beim EX60 setzt Volvo unter anderem auf einen hohen Anteil an recyceltem Aluminium. Laut Hersteller weist das Modell den höchsten Anteil an recyceltem Material eines Volvo-Modells überhaupt auf und erreicht den bislang geringsten CO₂-Fussabdruck eines vollelektrischen Volvo.

