Eine Anlage ist kein Gerät, sondern Teil eines Systems
Gerade dieser Erfolg verändert die Rechnung. An sonnigen Mittagen produzieren Hunderttausende Anlagen gleichzeitig. Dann ist Strom im Überfluss vorhanden und am Markt wenig wert. Wer eine Anlage auf das Dach schraubt und sich danach nicht mehr um den Strom kümmert, verschenkt deshalb Geld. Produktion, Verbrauch, Speicher und Netz gehören zusammen. Wer dieses System steuert, holt am meisten heraus.
Selbst nutzen schlägt verkaufen
Strom aus dem Netz kostet einen Haushalt rund 25 Rappen pro Kilowattstunde und mehr. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde vom eigenen Dach spart genau diesen Betrag. Für eingespeisten Strom gibt es deutlich weniger. Es lohnt sich also, den Verbrauch in die Sonnenstunden zu legen: Wärmepumpe und Boiler tagsüber arbeiten lassen sowie das E-Auto am Mittag laden. Ein Energiemanagementsystem übernimmt das automatisch; eine Batterie macht den Solarstrom auch am Abend nutzbar.
Die Nachbarschaft als Abnehmer
Und wenn das eigene Haus nicht allen Strom braucht? Dann hilft der erweiterte Eigenverbrauch. In einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) teilen sich mehrere Parteien im gleichen Gebäude oder auf angrenzenden Grundstücken den Solarstrom. In einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) geht das seit 2026 auch über das Netz im Quartier. Ein Preis zwischen Vergütung und Netztarif nützt beiden Seiten: mehr Ertrag für die Anlage, günstigerer Strom für die Nachbarschaft.
Solarstrom bleibt eine gute Investition. Entscheidend ist nicht mehr nur, wie viel das Dach produziert, sondern wo der Strom hinfliesst.