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Meine Mitbewohner weigern sich, unseren 65-Zoll-Fernseher und die Kaffeemaschine auf Stand-by zu stellen oder diese ganz abzuschalten. Sie behaupten, dadurch gingen die Geräte schneller kaputt und müssten deshalb früher ersetzt werden. Wir haben verschiedene Studien gefunden, die diese These entweder bestätigen oder widerlegen. Wie sehen Sie das? Ist es ökologischer, eine allenfalls kürzere Lebensdauer von Unterhaltungselektronik und Küchengeräten in Kauf zu nehmen und dafür jeden Tag Energie zu sparen, oder sollte man das Ziel verfolgen, möglichst lange mit den gleichen Elektrogeräten auszukommen?
Stephanie (23) aus Zürich
Es lohnt sich, elektrische Geräte ganz auszuschalten. Es muss dabei nicht befürchtet werden, dass das Gerät Schaden nimmt. Das Gerät im Stand-by-Modus weiterlaufen zu lassen, ist schlichtweg eine Frage des Komforts. Doch auch dafür gibt es Hilfsmittel, die das Ausschalten wesentlich vereinfachen.
Der klassische Stand-by-Sünder ist die Kaffeemaschine. Damit der Kaffee gelingt und heiss aus der Maschine fliesst, muss diese zuerst auf Betriebstemperatur sein. Das Aufheizen des Geräts braucht aber etwas Zeit. Die Geräte sind so programmiert, dass beim Einschalten gleich auch ein Spülzyklus vorgenommen wird. Wenn die Maschine nicht ganz ausgeschaltet wird, wird das Gerät mit einer kleinen Elektro-Heizung warmgehalten. Die Erzeugung von Wärme braucht besonders viel elektrischen Strom – was zur Folge hat, dass die Warmhaltefunktion ein Mehrfaches benötigt als die Zubereitung einer Tasse Kaffee. Das haben die Hersteller von Kaffeemaschinen auch festgestellt. Die Geräte sind so programmiert, dass sich die Maschine selber ausschaltet, wenn eine Weile kein Kaffee bezogen wird. Mit den typischen zwei bis vier Ein- und Ausschaltungen pro Tag muss nichts befürchtet werden. Das Gerät nimmt sicherlich keinen Schaden.


