«Unser Vater ist ein Freigeist», sagt Merlin Ouboter und sein Bruder Oliver stimmt ihm zu. Ihr Vater: Wim Ouboter, Erfinder des Micro Scooters und damit 1997 einer derjenigen, die den Hype um faltbare Trottinetts anstiessen. Mir gegenüber sitzen seine beiden Söhne: Oliver, 27, und Merlin, 25 – beide in blütenweissen Hemden, mehrere silberne Armreifen an den Handgelenken, auffällige silberne Ringe an den Fingern. Mir gegenüber sitzt Stilbewusstsein.
Es soll hier indessen nicht um ihr Äusseres gehen, aber um zwei Objekte, die genauso auffallen: den Mini-Elektrowagen Microlino und den Elektroroller Microletta. «Wir hatten uns schon länger mit Mobilität befasst», sagt Merlin. Ihre Erkenntnis: Zwar werde immer weniger Auto gefahren, die Wagen aber wuchsen stetig. «Man spricht von Nachhaltigkeit, verhält sich aber konträr», sagt er.
«Wir sind uns aber sicher, dass man den Leuten die wettergeschützte, individuelle Mobilität nie wird wegnehmen können», sagt Oliver. So kam es 2015 zu einem «Hirngespinst», wie sie es nennen: Sie würden ein eigenes Auto bauen. Einen Kabinenroller im Stil der 50er-Jahre. Die Vorbilder: BMW Isetta, Heinkel Kabine, Zündapp Janus.
