Ob frisch im Salat, blanchiert als Beilage, zerstückelt in einem Smoothie oder püriert in Gnocchi: Spinat ist äusserst vielseitig einsetzbar. Je nach Jahreszeit ändert sich die Erscheinungsform von Spinat völlig. Der momentan erhältliche Frühlingsspinat ist zart, muss vor dem Verzehr nicht gekocht werden und peppt jeden Salat auf. Im Herbst und Winter kommt der Spinat in dicken Büscheln samt Wurzeln daher und passt gut als warme Beilage zu leichten Gerichten. Sein Aroma wird durch Knoblauch, Käse und Rahm noch abgerundet.
Aufgrund eines Kommafehlers galt Spinat lange Zeit als zehnmal eisenreicher, als er in Wirklichkeit ist. Dennoch hat das Blattgemüse zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Spinat wächst sehr schnell und nimmt dabei viele Nährstoffe aus der Erde auf. Gedüngte Böden enthalten oft grosse Mengen Nitrat, das die Sauerstoffzufuhr verbessert und die Muskulatur stärkt. Spinat kann den Blutdruck senken, und dank Antioxidantien wird dem Blattgemüse eine krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben. Auch das Verdauungssystem profitiert: Gekochter Spinat kann Blähungen lindern, und bei Durchfall gilt Spinat als leicht verdauliche Schonkost. Ausserdem ist das zur Familie der Fuchsschwanzgewächse gehörende Gemüse kalorienarm und enthält pro 100 Gramm bloss 23 Kilokalorien. Die im Spinat enthaltenen Thylakoide können die Fettverdauung verlangsamen und so Heisshungerattacken vorbeugen.
