Mit Technologien lassen sich viele Herausforderungen unserer Zeit lösen. Technische Innovationen tragen dazu bei, Energie effizient zu nutzen oder emissionsfrei in die Ferien zu fliegen. Sie schützen auch vor Gefahren und eröffnen neue Möglichkeiten im Gesundheitswesen oder in der Kommunikation.
Hinter vielen Innovationen stehen neugierige Menschen, die Dinge vereinfachen oder verbessern wollen und damit einen Nutzen für die Gesellschaft und die Umwelt schaffen. Samira (20) ist eine von ihnen. Im Rahmen ihrer Maturaarbeit leistete sie Pionierarbeit auf dem Gebiet der Unterwasserkommunikation und überzeugte damit nicht nur ihre Lehrpersonen, sondern auch die Jury von «Schweizer Jugend forscht».
Ein guter Mix zwischen Hand- und Kopfarbeit
Samira interessierte sich schon früh für Technik. Neben der Schule lernte sie das Löten und baute ferngesteuerte Autos und diverse Drohnen.
Dabei gefiel ihr die Kombination von Theorie und Praxis: vom Zusammenlöten der einzelnen Komponenten bis hin zur Programmierung der Flugobjekte konnte sie mit der Zeit alles selbst erledigen. «Es ist sehr befriedigend, wenn man am Ende ein fertiges Produkt in den Händen hält, das so funktioniert, wie man es sich ausgedacht hat», sagt Samira.
Eine Innovation mit grossem Potenzial
Nur bei der Suche nach dem Thema ihrer Maturaarbeit tat sie sich am Anfang schwer. «Ich wollte nicht einfach nochmals eine Drohne bauen, sondern etwas erfinden, was es so noch nicht gegeben hat», erinnert sie sich.
Als ihr einmal eine Drohne im Sturzflug ins Wasser fiel, kam ihr die zündende Idee: «In der Luft können Drohnen kabellos über elektromagnetische Wellen gesteuert werden, aber unter Wasser funktioniert das nicht. Es braucht Kabel, die den Bewegungsradius und den Einsatzbereich der Unterwasserdrohne stark einschränken», erklärt Samira.
Auch gewisse Gefahren seien damit verbunden: Die Kabel können sich zum Beispiel in einem Schiffsmotor verheddern und so einen Schaden verursachen. Das Potenzial von autonomen Unterwasserdrohnen sei denn auch entsprechend gross – zum Beispiel im Umweltbereich für die Messung der Wasserqualität oder bei der Suche nach Vermissten, wozu es bisher mehrere professionelle Berufstaucher brauchte.

