Die Wärmepumpe ist eine Technologie, die schon im 19. Jahrhundert entwickelt wurde und heute eine moderne Art des Heizens darstellt. Bereits 1834 legte die Erfindung der Dampfkompressionsmaschine zur Eiserzeugung den Grundstein für diese Technologie. Ab 1850 fand die Wärmepumpe erstmals in der Salzproduktion Verwendung und half, den hohen Verbrauch von Holz und Kohle drastisch zu reduzieren – ein erster, wichtiger Schritt in Richtung energieeffizienter Wärmegewinnung.
Von der Industrie zur Heizungstechnologie
1857 wurde in Oberösterreich die erste bekannte Wärmepumpe für Heizzwecke installiert. Die Schweiz folgte 1877 mit einer Anwendung in der Saline Bex. Diese Anlage nutzte einen offenen Wärmepumpenprozess zur kontinuierlichen Kochsalzproduktion, jedoch traten dabei zahlreiche technische Probleme auf, da die Technologie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgereift war. 1938 wurde im Zürcher Rathaus eine Wärmepumpe installiert, die sowohl heizen als auch kühlen konnte – eine echte Neuheit für Europa und ein bedeutender Schritt in der Entwicklung der Wärmepumpentechnologie.
Die Schweiz als Vorreiter
Zwischen den 1930er und 1950er Jahren wurde die Entwicklung der Wärmepumpe in der Schweiz von Unternehmen und einzelnen Pionieren vorangetrieben, die an das Potenzial dieser Technologie glaubten. Aufgrund der erschwerten Energieimporte während und nach dem Ersten Weltkrieg bot die Wärmepumpe eine alternative Heizlösung.
In dieser Zeit wurden rund 60 Wärmepumpen installiert, die Seewasser, Flusswasser, Grundwasser und Abwärme als Wärmequellen nutzten. In den 1950er und 1960er Jahren kam es zu einer Stagnation der Wärmepumpentechnologie, unter anderem aufgrund sinkender Ölpreise und der steigenden Preise für elektrische Energie.
Technologische Fortschritte wie die Einführung von Plattenwärmeübertragern und Scrollkompressoren wurden erst später umgesetzt, markierten aber wichtige Schritte für die Modernisierung der Wärmepumpen. Ab den 1970er Jahren führte eine erneute Konzentration auf alternative Energien zur Weiterentwicklung der Wärmepumpe, doch die Technik blieb noch unausgereift, was in den 1980er Jahren zu einer erneuten Stagnation führte.
Effizienz und Umweltfreundlichkeit
Seit den 1990er Jahren hat sich die Effizienz der Wärmepumpen deutlich verbessert. Sie wurden zur bevorzugten Wahl für Neubauten und Sanierungen. Ein Beispiel für diesen Innovationsgeist ist die erste Propan-Wärmepumpe, die STIEBEL ELTRON 1993 einführte und dafür natürliche Kältemittel nutzte. Heute steht die Wärmepumpe für Nachhaltigkeit, Qualität und Langlebigkeit – Eigenschaften, die auch in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen werden.

