Der Sommer naht und es ist bald wieder Zeit für die grossen Musikfestivals, die unter freiem Himmel stattfinden. Es wird getanzt, gelacht, gesungen und – ziemlich viel Abfall hinterlassen. Das Müllaufkommen ist immens, und es wird oft nicht genug Wert auf eine korrekte Entsorgung und Trennung gelegt.
Ebenso benötigen viele Openair-Festivals grosse Mengen an Strom für Licht, Tonanlagen und Gastronomie, was zu einem hohen Anteil an klimaschädlichen Emissionen führt. Die Kampagne #WIRSINDZUKUNFT möchte dem entgegenwirken und hat letztes Jahr V.E.P.-Zonen an grösseren Schweizer Festivals installiert, die den «Very Ecological Persons» klimafreundliches Verhalten besonders einfach machten.
V.E.P.-Zone in der Vorreiterrolle für die Festivals von morgen
Das Projekt zeigt die Möglichkeiten auf, wie ein Festival umweltverträglicher gestaltet werden kann. Die V.E.P.-Zone ist im Campingbereich der Festivals angesiedelt und bietet auf rund 3000 Quadratmetern Zelte der Firma Niuway, die nach dem Festival nicht lieblos liegengelassen, sondern gereinigt, repariert oder vollständig recycelt werden. Rund 200 Personen nächtigten pro Festival in den klimafreundlichen Zelten.
Des Weiteren arbeitet die Zone während des gesamten Festivals energieautark, das bedeutet: Es benötigt keine fossile Energie aus Dieselgeneratoren. Die Energie kommt aus der Photovoltaikanlage, dem Windrad und zwei mit Öko-Strom geladenen Batterien oder von den Festivalbesucher*innen selbst. Sie hatten nämlich an den Openairs Frauenfeld und Gampel die Möglichkeit, mit einem Stromvelo selbst Strom zu produzieren und sich so eine warme Dusche zu verdienen. Rund 400 warme Duschen pro Festival wurden so «erarbeitet». Stolze 27 Prozent des gesamten Energieverbrauchs, der V.E.P.-Zone des Openair Frauenfeld wurden dank Sonne und Wind vor Ort produziert.

