Mit eigener Energie der Sonne entgegen
So beispielsweise die längste offene Standseilbahn Europas, die mit einer Höhendifferenz von 930 Metern von Sierre bis Crans Montana reicht. Sie wurde im Jahre 2022 vollständig erneuert und erhielt nicht nur ausgewechselte Gleise, sondern auch eine breitere Spur und ein neues Energiespeichersystem. Die Lösung kommt von der Frey AG Stans und die besonders leistungsfähigen Energiespeichermodule lieferte dabei ABB Schweiz.
Zusätzlich versorgen Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach der Bergstation die Bahn mit eigenem, grünen Strom: Mit über 2000 Sonnenstunden pro Jahr zählt Crans-Montana zu den zehn sonnigsten Gemeinden der Schweiz. Dank Solaranlage, erneuerbarer Bremsenergie und Energiespeicher kann an einem sonnigen Tag rund die Hälfte der benötigten Energie für den Betrieb der Bahn selbst produziert, wiederverwertet und vor Ort genutzt werden.
Zukunftsorientierte Lösungen – nicht erst seit gestern
Ein weiteres eindrückliches Beispiel, wie Technologie zur Ressourcenschonung und dem sparsamen Umgang mit Energie beiträgt, ist das Pilotprojekt der Biel-Magglingen-Bahn. Sie konnte so ausgebaut werden, dass die Bremsenergie des talwärts fahrenden Wagens lokal gespeichert und später genutzt wird, um Lastspitzen zu glätten.
Ideen für einen ressourcenschonenden Betrieb von Bergbahnen gibt es allerdings schon länger: 2011 sorgte der erste Solar-Skilift in Tenna für Schlagzeilen, der neunmal so viel Strom produziert, wie für den Betrieb des Lifts benötigt wird. Auch die fast ausschliesslich energieautarke Monte-Rosa-Hütte ist ein Vorzeigeprojekt für Hightech am Berg und entstand als Jubiläumsprojekt zum 150-jährigen Bestehen der ETH Zürich in einem Studienprojekt.
Diese Beispiele zeigen deutlich, wie wichtig die richtigen Fachleute in der Tech-Branche sind und dass man mit einem Studium in der Schweizer Tech-Industrie die Zukunft nicht nur mitgestalten, sondern auch nachhaltig verbessern kann.