Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt einen möglichst hohen Prozentsatz an elektrifizierten Autos anzukündigen, liegt im Trend – kaum ein Hersteller, der noch keine Nachhaltigkeitspläne vorgelegt hat. So kompromisslos wie Volvo zeigen sich aber die wenigsten. Nicht nur, dass die Schweden bereits ab 2030 gänzlich auf Verbrennungsmotoren und somit auch auf Hybridantriebe verzichten wollen – künftig sollen ihre Elektroautos auch ohne Leder auskommen. Im Interview erklären Volvo Nachhaltigkeitsdirektor Stuart Templar und Designchef Robin Page, was es damit auf sich hat und welches die Alternativen sind.
Der Abschied vom Verbrennungsmotor ist die eine Sache, aber von Leder abzusehen, klingt nach Luxusverzicht. Macht Ihre Premiumkundschaft mit?
Stuart Templar: Ja, denn immer mehr Menschen wünschen nachhaltige Produkte, unsere Kunden sind da keine Ausnahme. Der Absatz unserer elektrifizierten Recharge-Modelle hat sich 2020 fast verdoppelt und macht weltweit bereits 25 Prozent des Verkaufsvolumens aus, in Europa gar 50 Prozent. Doch mit Elektrifizierung allein ist es nicht getan – wir müssen uns mit allen Bereichen der Nachhaltigkeit befassen, auch mit der Achtung des Tierschutzes. Leder gegen nachhaltige, natürliche und recycelte Materialien auszutauschen, ist ein guter nächster Schritt und entspricht, wie wir feststellen, einem wachsenden Bedürfnis im Premiumsegment.




