1. Wie funktioniert eine Photovoltaik-Anlage?
Wenn Sonnenstrahlen auf die Solarpanels treffen, werden sie durch die Solarzellen direkt in Gleichstrom umgewandelt. Man spricht dabei vom Photovoltaik-Effekt, der einen physikalischen Vorgang beschreibt. Via Verkabelung wird der Gleichstrom dann in die Stromzentrale des Hauses, die sich beispielsweise im Keller befindet, geleitet und von einem sogenannten Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. Der Wechselstrom ist jener Strom, der über das Netz transportiert und schliesslich im Haus für Kühlschrank, Waschmaschine oder Licht genutzt werden kann.
2. Ist dein Haus für eine Photovoltaik-Anlage geeignet?
Idealerweise ist ein Haus freistehend und hat ein möglichst nach Süden ausgerichtetes Dach. Auch Flachdächer funktionieren gut und eine geringe Verschattung ist ebenfalls positiv. Bei einem Ost-West ausgerichteten Dach produziert die Photovoltaik-Anlage per Saldo zwar weniger Strom als auf einem Süddach, dafür liegt die Menge näher am konkreten Eigenbedarf. Das bedeutet, es muss weniger Strom gespeichert oder ins öffentliche Netz zurückgespeist werden.
3. Wie lange dauert der vollständige Einbau einer Photovoltaik-Anlage?
Bei einem Einfamilienhaus normaler Grösse muss man mit rund drei Arbeitstagen rechnen. Für grössere Objekte sind es bis zu fünf Tage. Die Dauer steigt aber nicht prozentual zur Dach- oder Wohnfläche, weil der Aufwand für die Elektroinstallation immer etwa gleich bleibt.
4. Welche Lebensdauer hat eine Photovoltaik-Anlage?
In der Regel leisten Solarmodule während 30 bis 50 Jahren zuverlässig ihren Dienst. Bei der Elektronik, zum Beispiel den Wechselrichtern, sind es 15 bis 20 Jahre. Die Faustregel besagt daher, dass es während der Lebensdauer eines Solarmoduls einen einmaligen Ersatz der Elektronik braucht.
Erfüllt dein Vorhaben die notwendigen Kriterien, sparst du durch Fördergelder nicht nur an den Investitionskosten der Installation einer Photovoltaik-Anlage, sondern profitierst künftig von tieferen Energiekosten und tust etwas Gutes fürs Klima. Fördergelder gibt es unter anderem vom Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen.
Informiere dich über die Bauförderprogramme und prüfe, ob du für deine Massnahme finanzielle Unterstützung erhältst.
