Zur Erreichung dieses Ziels spielt der Schweizer Gebäudepark eine wichtige Rolle. Eine aktuelle Studie die mit Unterstützung von EnergieSchweiz erarbeitet wurde zeigt, dass bei Neubauten bis zum Jahr 2030 die grauen Treibhausgasemissionen im Vergleich zu heute halbiert werden müssen, damit die Klimaziele der Schweiz erreicht werden. Technologische Möglichkeiten, bei neuen Gebäuden CO₂ zu reduzieren, gibt es einige.
Vorausschauende Planung ist wichtig
Je früher Überlegungen zur Reduktion von Treibhausgasen gemacht werden, umso besser. Nachträgliche Anpassungen erhöhen in der Regel die Baukosten. Dabei ist in der Planungsphase eine Massnahme besonders wirksam: eine Reduktion der Grundfläche. Flächensparende Grundrisse sind nicht nur eine wichtige Voraussetzung für eine effiziente Gebäudenutzung, sondern können bis zu 15 Prozent der grauen Treibhausgase einsparen.
Wer also versucht, die zur Verfügung stehende Gebäudefläche so effizient wie möglich zu nutzen, reduziert bereits beim Bauen seinen CO₂-Ausstoss. Weitere 10 Prozent graue Treibhausgase können beispielsweise durch Wahl eines Leichtbau-Verfahrens reduziert werden.
Baustoffe wählen, die CO₂ speichern
Inzwischen gibt es verschiedene Materialien, die CO₂ speichern und im Bau zur Anwendung kommen. Dazu gehört beispielsweise Beton, der mit CO₂ angereichert ist. In der Schweiz ist jedoch Holz ein bewährter Baustoff, der CO₂ bindet. Holzkonstruktionen sind hierzulande eine wichtige Form des umweltfreundlichen Bauens. Das verbaute Holz speichert über Jahrzehnte Kohlenstoff.
Wie klimaverträglich ein Gebäude über seine gesamte Lebensdauer tatsächlich ist, zeigt sich aber erst nach dem Abbruch. Je mehr Bauteile eines abgebrochenen Gebäudes wiederverwendet werden können, umso umweltfreundlicher ist die Immobilie. Daher ist der Gedanke an den Abbruch bereits bei der Planung wichtig, da durch diese Voraussicht wertvolle Materialien mit wenig Aufwand und in brauchbarem Zustand wieder ausgebaut werden können.