Michel Duperrex

Plogging macht fit und ist gut für die Umwelt

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Joggen und gleichzeitig Umweltschutz betreiben: Dieser Trend aus Schweden sorgt in ganz Europa für Furore – auch in der Schweiz. Das Wort «Plogging» setzt sich übrigens aus «plocka upp» (schwedisch für «auflesen») und «Jogging» zusammen, womit auch schon erklärt wäre, worum es geht.

Die ersten Plogging-Events gab es hierzulande schon 2018 – und die Ploggerinnen und Plogger sind überzeugt, dass ihr Sport nicht nur gut für den Planeten ist, sondern auch fitter macht als normales Jogging. Schliesslich muss man sich zwischendurch immer wieder bücken, um Abfall aufzusammeln, und profitiert vom Effekt des Rhythmuswechsels. Klingt einleuchtend, oder? Alles, was du fürs Plogging brauchst, sind Joggingschuhe, Handschuhe und einen Abfallsack. Die nötige Fitness kommt mit der Zeit ganz von alleine.

In Zürich hat die Gruppe «Züri rännt» seit der Premiere vor gut drei Jahren schon über eine Tonne Plastiksäcke, leere Flaschen und anderen Abfall eingesammelt. Und es geht munter weiter. Inzwischen finden die Plogging-Events jeden Monat statt, das nächste Mal am 7. August rund um den Bahnhof Wipkingen. Der Einsatz dauert rund 70 Minuten und richtet sich nicht nur an topfitte Läuferinnen und Läufer. «Das Tempo ist gemütlich, und mitmachen können alle ab 11 Jahren», heisst es auf der Website von «Züri rännt».

In der Romandie ist die Organisation Urban Plogging an vorderster Front mit dabei. «Seit drei Jahren unterstützen uns auch die Kommunen. Für diesen Sommer haben wir neun bis zehn Anlässe geplant», sagt ihr Präsident Mathieu Gleyre. Am 13. Juni folgten 71 Personen – die meisten von ihnen Eltern mit ihren Kindern – dem Ruf von Urban Plogging und kamen nach Yverdon-Les-Bains.

Material fassen: Handschuhe sind ein wichtiger Teil der Plogging-Ausrüstung.
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Gemeinsam ist man stärker: Mit ein wenig Hilfe klappt die Vorbereitung auch bei den Kleinsten.
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Und alle zusammen: Wer sich gut aufwärmt, geht danach leichter in die Knie.
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Hier lang: Endlich geht es los mit der sportlichen Jagd nach Abfall.
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Voller Körpereinsatz: Um die schwierigen Aufgaben kümmern sich die Grossen.
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In einer Gruppe aktiv zu sein, motiviert auch Leute, die alleine nicht den Mut hätten, auf die Strasse zu gehen und gegen Littering zu kämpfen. Und dann gibt es natürlich noch den erzieherischen Effekt. «Von den Eltern haben wir gehört, dass sie zum Plogging kommen, weil es spielerisch, gesund, intelligent und körperlich fordernd ist. Wenn die Kinder zum Beispiel verstehen, das Plastik oder Zigarettenstummel die Landschaft vergiften, werden sie das ein Leben lang berücksichtigen», sagt die Plogging-Aktivistin Lisa Clennon.

Dass das Problem des Litterings nicht zu unterschätzen ist, zeigt ein Blick in die Statistik: Pro Jahr Jahr belaufen sich die Kosten für die Beseitigung von Abfall im städtischen Raum und in der Natur landesweit auf ungefähr 200 Millionen Franken. Im luzernischen Emmen lancierte ein Sportlehrer deshalb Plogging-Stunden für Oberstufenschülerinnen und -schüler. Wetten, dass bald noch mehr Schulen seinem Beispiel folgen?

Erste Veröffentlichung: 
28.7.2021
  |  Letztes Update: 
27.7.2021

Möchtest du mitmachen?

Der nächste Grossanlass, bei dem auch Ploggerinnen und Plogger mit von der Partie sein werden ist der gesamtschweizerische Clean-up-Day am Wochenende vom 17./18. September. Wer seine Aufräum-Aktion auf der offiziellen Website des Events registriert, hat die Chance, mit seinem Verein, seiner Schule oder Gemeinde einen Ausflug im Wert von 500 Franken, Coop-Wanderpokale und einen Coop-Gutschein im Wert von 1000 Franken zu gewinnen.

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