Die beliebteste umweltfreundliche Heizung

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Noch ersetzen viele Schweizerinnen und Schweizer ihre alte Öl- oder Gasheizung mit einer neuen Fossilheizung. Wärmepumpensysteme nehmen jedoch rasant zu. Aus guten Gründen: Die Installation ist einfach und Wärmepumpen tun ebenso der Umwelt wie dem Geldbeutel gut – sofern fundiert und frühzeitig geplant wird.

Es ist ein bisschen wie Magie: Aus einer Umgebungsluft, die uns Menschen als kalt erscheint, entnimmt ein technisches System so viel Wärme, dass daraus genügend Wärmeleistung entsteht, um ein ganzes Haus zu heizen. Das Herzstück dieses Zaubers heisst Wärmepumpe und beschreibt eine Technologie, die zwar so alt ist wie Kühlschränke, aber sich erst jetzt richtig durchsetzt.

Rund 350'000 Wärmepumpen waren Ende 2020 in der Schweiz in Betrieb – 23'000 mehr als im Jahr zuvor. Wo ein Neubau entsteht, wird in 90 Prozent der Fälle eine Wärmepumpe installiert. Geht es hingegen um einen Umbau, oder darum, die alte fossile Heizung zu ersetzen, verlassen sich Herr und Frau Schweizer vielfach noch aufs alte System. Ein Fehler: Denn mit einer Wärmepumpe liesse sich nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch Geld sparen.

Fast null CO2-Emissionen

Zuerst jedoch zurück zu den Kühlschränken: Wärmepumpensysteme funktionieren im Grunde wie diese, nur umgekehrt. Statt die Wärme einem Innenraum zu entnehmen und nach aussen abzugeben, entzieht eine Wärmepumpe die Wärme der Umgebung – der Luft, der Erde oder dem Wasser – und gibt sie komprimiert nach Innen ab. Unterschieden werden Luft-Wasser-, Erdsonden-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen. In Minergie-P-Häusern kommt als vierte Variante die Luft-Luft-Wärmepumpe ins Spiel: Sie heizt die Räume nicht mit Hilfe von heissem Wasser in den Radiatoren und Fussbodenheizungen, sondern über die Luft.

Wärmepumpen bieten viele Vorteile: Sie benötigen keinen Brennstoff, nur wenig Strom und kaum Platz. Die CO2-Emissionen liegen bei nahezu Null – besonders, wenn für den Betrieb der Pumpe Strom aus erneuerbaren Energiequellen (beispielsweise von der hauseigenen Photovoltaik-Anlage) fliesst. Wärmepumpenheizungen sind energieeffizient und einfach in der Wartung. Besonders lohnt sich der Ersatz der alten Heizung, wenn ein Gebäude zugleich energetisch saniert wird – auch weil Gebäudesanierungen zusätzlich mit Fördergeldern subventioniert sind.

Clever sparen

Wie bei jedem Ersatz einer Heizung ist die frühzeitige Planung entscheidend – nicht erst, wenn die alte Heizung mitten in den kältesten Monaten den Geist aufgibt. Zum Beispiel muss abgeklärt werden, welche Art Wärmepumpe sich für den Standort des Gebäudes eignet. Auch sollte auf das Qualitätslabel «Wärmepumpen-System-Modul» (WPSM) für Kleinanlagen geachtet werden: Das Gütesiegel garantiert eine saubere Planung, eine sorgfältige Installation und einen energieeffizienten Betrieb. Als erster Schritt lohnt es sich, die unkomplizierte Hilfe und Beratung vor Ort durch eine Fachperson der Impulsberatung von Erneuerbarheizen.ch in Anspruch zu nehmen.

Apropos «lohnen»: Zwar sind die Investitionskosten einer Wärmepumpe hoch. Mit cleverer Planung und Fördergeldern lassen sich aber eine Menge Kosten sparen; die Website Energiefranken.ch, zeigt wie. Wer die alte fossile Heizung mit einer Wärmepumpe ersetzt, zeigt auch finanzielle Weitsicht, mit Wärmepumpen lassen sich zehn bis dreissig Prozent der Heizkosten einsparen.

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Erste Veröffentlichung: 
18.10.2021
  |  Letztes Update: 
15.10.2021

EnergieSchweiz

Das Programm EnergieSchweiz wurde 2001 vom Bundesrat ins Leben gerufen. In den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien fördert es innovative Projekte, unterstützt die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte und sensibilisiert die Schweizer Bevölkerung. Damit trägt es massgebend dazu bei, dass Neues marktfähig wird, Fuss fassen kann und Sichtbarkeit erlangt.

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