Die Sneaker-Marke Veja setzt auf Transparenz und darauf, ihre Produkte so nachhaltig wie möglich zu produzieren. Foto: Tamedia/Franziska Rothenbuehler

Darum siehst du nirgends Werbung für Veja-Sneakers

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Tout ce que vous devez savoir sur les sneakers Veja

Ecco perché vediamo poca pubblicità di Veja

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Das abgeschnittene V der Schuhmarke Veja ziert Millionen von Sneakers weltweit. Doch woher kommt die Marke? Und wie nachhaltig ist sie wirklich? Vier Fakten.

Scheinbar plötzlich war es überall: Das abgeschnittene V, das die Seite der weissen Öko-Sneaker von Veja ziert. An den Füssen von Meghan Markle, Kate Middleton und Emma Watson – und an jenen von Millionen anderen Menschen weltweit. Pro Jahr verkauft Veja mehr als zwei Millionen Paar Schuhe.

Doch wie nachhaltig kann das sein? Und woher kommt die Marke überhaupt? Hier sind vier Fakten.

Scheinbar plötzlich war es überall: Das abgeschnittene V, das die Seite der weissen Öko-Sneaker von Veja ziert. An den Füssen von Meghan Markle, Kate Middleton und Emma Watson – und an jenen von Millionen anderen Menschen weltweit. Pro Jahr verkauft Veja mehr als zwei Millionen Paar Schuhe.

Doch wie nachhaltig kann das sein? Und woher kommt die Marke überhaupt? Hier sind vier Fakten.

Soudain, le V coupé qui orne le côté des sneakers écologiques blanches de Veja est apparu partout. Aux pieds de Meghan Markle, de Kate Middleton, d’Emma Watson et de millions d’autres personnes à travers le monde. Chaque année, Veja vend plus de deux millions de paires de chaussures.

Mais à quel point sont-elles durables? Et d’où vient cette marque? Nous vous livrons ici quatre éléments de réponse.

Improvvisamente, la vediamo dappertutto: la V tagliata che adorna i lati delle bianche sneaker ecologiche di Veja. È ai piedi di Meghan Markle, Kate Middleton ed Emma Watson nonché a quelli di milioni di altre persone in tutto il mondo. Ogni anno, Veja vende più di due milioni di paia di scarpe¹.

Ma quanto può davvero essere sostenibile? E da dove proviene questa marca? Ecco quattro punti fermi.

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1. Veja wurde von zwei unzufriedenen Bankern gegründet

Die Veja-Gründer Sébastien Kopp und François-Ghislain Morillion arbeiteten beide als Banker in den USA, als sie 2003 beschlossen, die Branche zu verlassen. «Wir waren damals 23 Jahre alt und unglücklich mit unseren Jobs, da wir für ein System arbeiteten, das ständig über Geld sprach, um mehr Geld zu verdienen», erklärt Kopp. Die beiden starteten eine NGO, mit der sie Unternehmen zu Nachhaltigkeitsthemen beraten wollten. Bei Reisen nach China, Indien und Brasilien fiel ihnen auf, dass die Geschichten, die die Unternehmen erzählen, nicht mit der Realität übereinstimmen. Ihnen sei klar geworden: Wirkliche Veränderung stossen sie nur an, wenn sie selbst ein Unternehmen gründen.

2. Veja macht keine Werbung

Die Veja-Gründer standen vor der grossen Frage: Wie lassen sich Schuhe produzieren, deren Preis konkurrenzfähig ist und bei deren Produktion trotzdem niemand zu Schaden kommt? Die Antwort fanden sie in der Werbung – oder eben darin, keine Werbung zu machen. Auf seiner Webseite schreibt Veja: Bei den grossen Sneakermarken mache die Werbung 70 Prozent aller Kosten aus. Fallen diese weg, könne das Geld stattdessen in faire Produktionsbedingungen und ökologische Materialien investiert werden. Veja-Gründer Kopp kommentiert den Entscheid gegen Werbung so: «Wir müssen unsere Geschichten nicht erfinden, unsere Geschichte ist bereits grossartig.»

3. Veja ist nachhaltiger als andere Marken – aber nicht perfekt

Kann ein Produkt, das millionenfach produziert wird, überhaupt nachhaltig sein? Die kurze Antwortet lautet: nicht nachhaltig, aber nachhaltiger. Und die etwas ausführlichere Antwort: Veja betont, dass sie grossen Wert auf Transparenz legen, ihre Arbeiter fair bezahlen und dort, wo das möglich ist, biologisch hergestellte oder recycelte Materialien verwenden. Lange Zeit wurde kritisiert, dass die Marke keine Zertifizierung ausweisen könne. Inzwischen sind zumindest Teile der Baumwolle von Veja als «Global Organic Textile Standard» zertifiziert und stammen somit zu mindestens 70 Prozent aus biologischem Anbau.

Doch, so gesteht Gründer Kopp auf Sueddeutsche.de selbst ein: «Wir sind nicht perfekt.» Die Marke kommuniziert transparent, dass sie 2015 und 2016 wegen einer Dürre recycelte Baumwolle statt Bio-Baumwolle benutzt hatte – und dass sie wieder auf konventionelle Färbemittel umgestiegen ist, weil sie mit den Naturfarben nicht zufrieden war. Kommt hinzu, dass gemäss «Cosmopolitan» erst jeder dritte Veja-Sneaker vegan ist.

4. Veja zeigt: Sneaker-Marken könnten nachhaltiger sein

Als Sébastien Kopp und François-Ghislain Morillion Veja gründeten, hatten sie keine Erfahrung mit Mode. Die beiden wollten ein Unternehmen gründen, dessen Produkt nachhaltig und fair hergestellt wird. Irgendwann landeten sie bei der Idee, dass dieses Produkt ein Sneaker sein könnte. Für Kopp ist der Erfolg von Veja mehr als nur eine nette Geschichte. Es ist der Beweis, dass eine faire und ökologische Modeindustrie möglich ist: «Wenn zwei Franzosen, die keine Ahnung von Schuhen, Mode oder irgendetwas anderem haben, das schaffen, dann können das auch grosse Marken schaffen.»

1. Veja wurde von zwei unzufriedenen Bankern gegründet

Die Veja-Gründer Sébastien Kopp und François-Ghislain Morillion arbeiteten beide als Banker in den USA, als sie 2003 beschlossen, die Branche zu verlassen. «Wir waren damals 23 Jahre alt und unglücklich mit unseren Jobs, da wir für ein System arbeiteten, das ständig über Geld sprach, um mehr Geld zu verdienen», erklärt Kopp. Die beiden starteten eine NGO, mit der sie Unternehmen zu Nachhaltigkeitsthemen beraten wollten. Bei Reisen nach China, Indien und Brasilien fiel ihnen auf, dass die Geschichten, die die Unternehmen erzählen, nicht mit der Realität übereinstimmen. Ihnen sei klar geworden: Wirkliche Veränderung stossen sie nur an, wenn sie selbst ein Unternehmen gründen.

2. Veja macht keine Werbung

Die Veja-Gründer standen vor der grossen Frage: Wie lassen sich Schuhe produzieren, deren Preis konkurrenzfähig ist und bei deren Produktion trotzdem niemand zu Schaden kommt? Die Antwort fanden sie in der Werbung – oder eben darin, keine Werbung zu machen. Auf seiner Webseite schreibt Veja: Bei den grossen Sneakermarken mache die Werbung 70 Prozent aller Kosten aus. Fallen diese weg, könne das Geld stattdessen in faire Produktionsbedingungen und ökologische Materialien investiert werden. Veja-Gründer Kopp kommentiert den Entscheid gegen Werbung so: «Wir müssen unsere Geschichten nicht erfinden, unsere Geschichte ist bereits grossartig.»

3. Veja ist nachhaltiger als andere Marken – aber nicht perfekt

Kann ein Produkt, das millionenfach produziert wird, überhaupt nachhaltig sein? Die kurze Antwortet lautet: nicht nachhaltig, aber nachhaltiger. Und die etwas ausführlichere Antwort: Veja betont, dass sie grossen Wert auf Transparenz legen, ihre Arbeiter fair bezahlen und dort, wo das möglich ist, biologisch hergestellte oder recycelte Materialien verwenden. Lange Zeit wurde kritisiert, dass die Marke keine Zertifizierung ausweisen könne. Inzwischen sind zumindest Teile der Baumwolle von Veja als «Global Organic Textile Standard» zertifiziert und stammen somit zu mindestens 70 Prozent aus biologischem Anbau.

Doch, so gesteht Gründer Kopp auf Sueddeutsche.de selbst ein: «Wir sind nicht perfekt.» Die Marke kommuniziert transparent, dass sie 2015 und 2016 wegen einer Dürre recycelte Baumwolle statt Bio-Baumwolle benutzt hatte – und dass sie wieder auf konventionelle Färbemittel umgestiegen ist, weil sie mit den Naturfarben nicht zufrieden war. Kommt hinzu, dass gemäss «Cosmopolitan» erst jeder dritte Veja-Sneaker vegan ist.

4. Veja zeigt: Sneaker-Marken könnten nachhaltiger sein

Als Sébastien Kopp und François-Ghislain Morillion Veja gründeten, hatten sie keine Erfahrung mit Mode. Die beiden wollten ein Unternehmen gründen, dessen Produkt nachhaltig und fair hergestellt wird. Irgendwann landeten sie bei der Idee, dass dieses Produkt ein Sneaker sein könnte. Für Kopp ist der Erfolg von Veja mehr als nur eine nette Geschichte. Es ist der Beweis, dass eine faire und ökologische Modeindustrie möglich ist: «Wenn zwei Franzosen, die keine Ahnung von Schuhen, Mode oder irgendetwas anderem haben, das schaffen, dann können das auch grosse Marken schaffen.»

1. Veja a été fondée par deux «banquiers mécontents»

Jusqu’en 2003, Sébastien Kopp et François-Ghislain Morillion, fondateurs de Veja, travaillaient tous deux aux États-Unis, dans le secteur bancaire. «Nous avions alors 23 ans et n’étions pas satisfaits par notre emploi, car nous étions au cœur d’un système où l’on parlait constamment d’argent, dans l’optique d’en gagner toujours plus», explique Sébastien Kopp. Ils ont alors décidé de lancer une ONG pour conseiller les entreprises sur les questions de durabilité. Lors de voyages en Chine, en Inde et au Brésil, ils ont remarqué que les histoires que les entreprises racontaient ne correspondaient pas à la réalité. Ils se sont ainsi rendu compte que le seul moyen d’initier un véritable changement était de créer eux-mêmes une entreprise.

2. Veja ne fait pas de publicité

Les fondateurs de Veja ont été confrontés à une vaste question: comment proposer des chaussures à un prix compétitif sans que personne ne soit négativement impacté lors de la production? Ils ont trouvé la réponse dans la publicité – ou, plus justement, dans le fait de ne pas en faire. Sur son site internet, Veja écrit: «Pour les grandes marques de sneakers, la publicité représente 70% de tous les coûts. Si on l’élimine, l’argent peut être investi dans des conditions de production équitables et des matériaux écologiques. Sébastien Kopp commente de cette manière le choix de ne pas avoir recours à cette forme de communication de masse: «Nous n’avons pas besoin d’inventer nos histoires, notre histoire est déjà formidable.»

3. La marque Veja est plus durable que d’autres, mais pas parfaite

Un produit fabriqué à des millions d’exemplaires peut-il être durable? La réponse est claire: pas durable, mais plus durable. Veja souligne qu’elle accorde une grande importance à la transparence, qu’elle paie ses ouvriers de manière équitable et qu’elle utilise, là où c’est possible, des matériaux biologiques ou recyclés. Pendant longtemps, on a critiqué le fait que la marque ne pouvait pas faire état d’une certification. Entre-temps, une partie du coton de Veja a été certifié «Global Organic Textile Standard», et provient donc au moins à 70% de l’agriculture biologique.

Mais, comme le reconnaît Sébastien Kopp, «nous ne sommes pas parfaits». La marque a d’ailleurs ouvertement communiqué sur le fait qu’en 2015 et en 2016, elle a dû utiliser du coton recyclé au lieu du coton bio en raison d’une sécheresse, ou encore qu’elle est revenue aux teintures conventionnelles, parce qu’elle n’était pas satisfaite des couleurs naturelles. En outre, selon le magazine Cosmopolitan, seule une sneaker Veja sur trois serait végane.

4. Veja prouve que les marques de sneakers pourraient être plus durables

Lorsque Sébastien Kopp et François-Ghislain Morillion ont fondé Veja, ils n’avaient aucune expérience dans le milieu de la mode. Tous deux voulaient juste créer une entreprise dont le produit serait fabriqué de manière durable et équitable. À un moment donné, ils en sont venus à l’idée que ce produit pourrait être une sneaker. Pour Sébastien Kopp, le succès de Veja dépasse la belle histoire: c’est la preuve qu’une industrie de la mode équitable et écologique est possible. «Si deux Français qui n’ont aucune connaissance du monde des chaussures, de la mode ou de quoi que ce soit d’autre peuvent y arriver, alors les grandes marques devraient aussi y parvenir», conclut-il.

1. Veja è stata fondata da due banchieri insoddisfatti

I fondatori di Veja, Sébastien Kopp e François-Ghislain Morillion, lavoravano entrambi come banchieri negli Stati Uniti quando nel 2003 hanno deciso di lasciare il settore. «Ai tempi avevamo 23 anni ed eravamo insoddisfatti del nostro lavoro poiché lavoravamo per un sistema che parlava costantemente di denaro e di come guadagnarne di più», spiega Kopp². I due hanno fondato una ONG con cui volevano prestare consulenza alle imprese sul tema della sostenibilità. Durante i loro viaggi in Cina. India e Brasile hanno realizzato che le storie raccontate dalle imprese non corrispondevano alla realtà. Improvvisamente era chiaro: per fare davvero la differenza, avrebbero dovuto fondare personalmente un’impresa.

2. Veja non fa pubblicità

I fondatori di Veja si sono trovati di fronte a una domanda fondamentale: come si possono produrre scarpe il cui prezzo sia competitivo ma per cui nessuno venga danneggiato durante la produzione? La risposta sta nella pubblicità. O meglio: nel non fare pubblicità. Sul suo sito web Veja scrive³: la pubblicità è responsabile del 70 per cento dei costi sostenuti dalle grandi marche di sneaker. Eliminandola, questi fondi possono essere investiti in condizioni di produzione eque e materiali ecologici. Il fondatore di Veja Kopp commenta così la decisione contro la pubblicità: «Non dobbiamo inventare le nostre storie, sono già straordinarie.»

3. Veja è più sostenibile di altre marche ma non è perfetta

Può un prodotto che vende milioni di pezzi essere davvero sostenibile? La risposta breve è: non sostenibile bensì più sostenibile. Per essere un po‘ più prolissi: Veja dichiara di dare grande importanza alla trasparenza, di pagare in modo equo i suoi lavoratori e, laddove possibile, di utilizzare materiali biologici o riciclati. Per lungo tempo Veja è stata criticata poiché non poteva esibire certificati. Nel frattempo, almeno una parte del cotone di Veja è stato certificato4; come «Global Organic Textile Standard» e proviene almeno al 70 per cento da agricoltura biologica.

Il fondatore Kopp ammette candidamente5: «non siamo perfetti.» La marca comunica6 in tutta trasparenza che tra il 2015 e il 2016, a causa della siccità, ha dovuto utilizzare cotone riciclato invece di cotone biologico e che ha dovuto tornare a utilizzare coloranti convenzionali poiché non era soddisfatta della qualità dei pigmenti naturali. Inoltre, secondo Cosmopolitan7 una sneaker di Veja su tre è vegana.

4. Veja lo dimostra: le marche di sneaker potrebbero essere più sostenibili

Quando Sébastien Kopp e François-Ghislain Morillion hanno fondato Veja, non avevano alcuna esperienza di moda: entrambi volevano però fondare un’impresa che producesse in modo equo e sostenibile. Un giorno sono arrivati alla conclusione che il prodotto ideale potesse essere una sneaker. Per Kopp, il successo di Veja è molto più che una semplice bella storia. È la prova che un‘industria della moda equa ed ecologica è possibile: «se ci sono riusciti due francesi senza nessuna idea di scarpe, moda o altro, allora possono riuscirci anche tutte le grandi marche.»

Erste Veröffentlichung: 
7.3.2023
  |  Letztes Update: 
7.3.2023
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