Der Aufbau eines nachhaltigen Energiesystems in der Schweiz bedingt, fossile Energieträger schrittweise durch erneuerbare Alternativen wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft zu ersetzen. Besonders grosses Potenzial bietet dabei Solarenergie: Laut dem Solarbranchenverband Swissolar könnte auf den Dächern und an den Fassaden von Schweizer Gebäuden weit mehr Strom produziert werden, als hierzulande jährlich verbraucht wird.
Eine Herausforderung bei der Nutzung von Solarenergie bleibt jedoch, dass Solaranlagen oft dann besonders viel Strom erzeugen, wenn die Nachfrage gering ist. Gleichzeitig sinken vielerorts die Vergütungen für die Einspeisung ins öffentliche Netz. Deshalb wird es immer attraktiver, den produzierten Solarstrom selbst zu nutzen. Batteriespeicher für Gebäude helfen dabei, diesen Eigenverbrauch deutlich zu steigern. Gemäss dem «Batteriemonitor» von Swissolar werden solche Speicher immer günstiger und daher schweizweit häufiger installiert.
Intelligente Steuerung für mehr Eigenverbrauch
Die Batterie wandelt zuerst elektrische in chemische Energie um. So kann sie für einige Stunden oder Tage gespeichert und bei Bedarf wieder als elektrische Energie bereitgestellt werden. Das Batteriemanagementsystem steuert das Laden und Entladen. «Ohne Batteriespeicher liegt der Eigenverbrauch bei 10 bis 40 Prozent, mit Speicher hingegen bei 30 bis 60 Prozent. Je nach Verbrauchsprofil kann er sogar bis zu 90 Prozent betragen», sagt Maja Schoch, Projektleiterin Markt- und Politikanalysen bei Swissolar.
Eine intelligente Steuerung erhöht den Nutzen eines Batteriespeichers zusätzlich. Der Speicher wird beispielsweise nicht schon am Morgen, sondern gezielt zur Mittagszeit geladen, wenn die Solaranlage deutlich mehr Strom produziert, als das Gebäude benötigt. Am Abend steht die gespeicherte Energie für den Eigenverbrauch zur Verfügung, etwa zum Laden eines Elektroautos, zum Kochen oder für den Betrieb elektronischer Geräte. Bei dynamischen Stromtarifen kann gespeicherter Strom zudem in Zeiten hoher Preise ins Netz eingespeist werden. Das steigert die Wirtschaftlichkeit der Anlage weiter.

