Was ist Zirkular?
Pascal Hentschel: Wir sind ein Fachplanungsbüro und Pionier für das Bauen im Kreislauf. Unser Team begleitet und berät von Zürich und Basel aus Projekte, fördert die Forschung und Ausbildung und unterstützt ein Netzwerk von Spezialistinnen und Spezialisten im nachhaltigen Bauen.
Wie funktioniert das Geschäft?
Wir sind ein Unternehmen, das Planungs- und Beratungsleistungen bezogen auf Kreislaufwirtschaft anbietet und dementsprechend auch Gewinn machen muss. Jedoch investieren wir diese Gewinne direkt wieder in die Entwicklung neuer Kreislaufmodelle und -massnahmen.
Was ist ein Bauteiljäger oder eine Bauteiljägerin?
Eine Bauteiljägerin sucht und vermittelt Bauteile, die normalerweise rückgebaut und entsorgt werden, damit sie in neuen Projekten wiederverwendet werden können. Zuerst wird ein Anforderungskatalog für das gesuchte Bauteil, zum Beispiel einen Stahlträger, bestimmt. Anschliessend sucht die Bauteiljägerin in den von uns inventarisierten Rückbauten und Quellen. Findet sich der entsprechende Träger, wird dieser dem Projekt vermittelt.
Wie gross ist der Anteil an recyclefähigem Material?
Zuerst muss ich betonen: Das Weiterbauen und der Erhalt des Bestands sind gegenüber dem Rückbau mit anschliessender Wiederverwendung immer nachhaltiger. Als erste Kreislaufmassnahme muss der Bestand so lange wie möglich erhalten bleiben. Ist das nicht möglich, folgen die weiteren Schritte. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Wiederverwendung und Rezyklieren. Unter der Wiederverwendung verstehen wir die schonende und qualitätserhaltende Demontage von ganzen Bauteilen bei Umbau- oder Rückbauarbeiten zum Zweck der weiteren Verwendung. Das heisst, ein Betonelement wird rückgebaut und in gleicher Funktion in einem neuen Projekt wieder eingebaut.
