Ein fulminanter Redner ist er, einer dem man einfach gerne zuhört. Der deutsche Philosoph Richard David Prechtsteht hin und redet dann auf die abgemachte Minute genau frei zu einem Thema. Dieses Thema schien nicht so recht zu einem Forum über die Energiezukunft zu passen. Redete er doch die ganze Zeit, darüber wie der Mensch in Zukunft arbeitet. Oder arbeiten sollte. Oder könnte. Auf jeden Fall werde es weniger sein. Den meisten dämmerte der Zusammenhang zum nachhaltigen Leben nach und nach. Für alle anderen schloss er den Bogen zum Schluss der Rede: Wenn die Menschen nicht mehr einen grossen Teil ihres Lebens arbeiten müssen, sondern einer sinnstiftenden Beschäftigung nachgehen können, dann wird ihr Konsum automatisch weniger verschwenderisch ausfallen, da sie nicht mehr so stark irgendetwas mit grossen Autos, Luxusferien oder anderen Statussymbolen kompensieren müssen.
Eine weitere interessante Aussage war, dass es manchmal Verbote gibt, die schlussendlich von der Gesellschaft gutgeheissen werden. Als das Rauchverbot in Gastro-Lokalen eingeführt wurde, haben sich sehr viele Menschen darüber aufgeregt. Heutzutage könnte sich niemand mehr vorstellen, dass überall geraucht wird. Menschen erlangen ihre Freiheit auch durch Verbote. Precht ist der Ansicht, dass sie sich dadurch entfalten und geschützt werden. Ob so etwas auch im Bereich der Nachhaltigkeit funktionieren würde?

