Die meisten Autofahrten finden in der Freizeit oder beim Pendeln statt. Oft wäre es einfach, stattdessen den öffentlichen Verkehr zu nutzen. Foto: Boarding1Now, istock.ch
Die meisten Autofahrten finden in der Freizeit oder beim Pendeln statt. Oft wäre es einfach, stattdessen den öffentlichen Verkehr zu nutzen. Foto: Boarding1Now, istock.ch
Der Verkehr ist einer der grössten CO₂-Treiber der Schweiz. Doch schon kleine Änderungen im Alltag können einiges bewirken: von Carsharing über sparsames Fahren bis zum Umstieg auf den ÖV.
Der Verkehr ist einer der grössten CO₂-Treiber der Schweiz. Doch schon kleine Änderungen im Alltag können einiges bewirken: von Carsharing über sparsames Fahren bis zum Umstieg auf den ÖV.
Der Verkehr verursacht fast die Hälfte der CO₂-Emissionen der Schweiz – den Flugverkehr ausgeklammert. Und es sind immer mehr Motorfahrzeuge unterwegs. Selbst im Pandemiejahr 2021, aus dem die letzten Zahlen stammen, sassen Schweizerinnen und Schweizer im Durchschnitt über 20 Kilometer pro Tag am Steuer. Wie lassen sich die CO₂-Emissionen im Strassenverkehr reduzieren? Eine Übersicht.
Das Auto teilen
Carsharing ist eine sinnvolle Methode, um weniger Autos in Umlauf zu bringen. Das kann die Umwelt erheblich entlasten: Die Produktion trägt einen wesentlichen Teil zu den CO₂-Emissionen eines Autos bei. Bei E-Fahrzeugen sind diese – trotz insgesamt besserer Umweltbilanz – sogar noch höher als bei Verbrennern.
Auf der «Shared Mobility»-Karte des Bundesamtes für Verkehr sind sämtliche Angebote in der Nähe ersichtlich. Neben Diensten wie Mobility, das sich vor allem für Kurzstrecken eignet, können Privatpersonen auf Plattformen wie www.2em.ch oder www.gomore.ch ihr Auto zum Carsharing anbieten.
Generell gilt: Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, nimmt man am besten gleich eine Freundin oder einen Arbeitskollegen mit, der oder die dieselbe Strecke zurücklegt. Über die Plattform Blablacar findet man Mitfahrende, die dich sogar bezahlen.
Sparsamer fahren
Wer ein paar wenige Tipps berücksichtigt, spart bis zu 15 Prozent Treibstoff ein – und hat mehr Geld im Portemonnaie.
Auf Ecodrive.ch sind alle Tricks für Schalt- und Automatikautos übersichtlich zusammengetragen: Nutze den Tempomat, schalte die Sitzheizung aus, fahre niedertourig. Wer sich intensiver damit beschäftigen möchte, kann auf der Plattform ein Fahr-Coaching buchen. Auch für Unternehmen und Lastwagenfahrer hält Ecodrive.ch spezielle Angebote wie ein Learning Lab bereit.
Treibstoff spart man aber nicht nur, indem man bewusster fährt. Ein Auto kann auch entsprechend eingestellt und ausgerüstet werden: Über 1000 Autogaragen in der ganzen Schweiz bieten einen halbstündigen Energiecheck an.
Umsteigen auf ein Elektroauto
«Die Ökobilanz eines Elektroautos ist in jeglicher Hinsicht besser als die eines Verbrenners, nicht nur beim Treibhausgas», sagt Krispin Romang von Swiss E-Mobility. Rund jedes fünfte neu zugelassene Auto ist bereits ein Elektroauto, und das Netz der Ladestationen wird immer dichter.
Wer noch einen Verbrenner in der Garage hat, für den ist es ökologisch sinnvoll, dieses Fahrzeug weiter zu nutzen, bevor er auf ein Elektroauto umsteigt.
Autonome Fahrzeuge – oder doch nicht?
Manche sind überzeugt, dass mehr autonome Fahrzeuge den Verkehr nachhaltiger machen werden: Sie können näher auffahren, es gibt weniger Staus, und autonome Taxis ermöglichen zudem eine höhere Auslastung.
Die kalifornische Universität UC Davis kam in einer Studie zum Schluss, dass durch Automatisierung, Elektrifizierung und Sharing bis zu 80 Prozent der CO₂-Emissionen des Strassenverkehrs eingespart werden können – doch das Ergebnis ist umstritten.
Andere Wissenschaftler entgegnen, dass selbstfahrende Autos nur dann nachhaltiger sind, wenn dadurch nicht plötzlich viel mehr Menschen mit dem Auto unterwegs sind – und wenn die Fahrzeuge auch geteilt werden. Denn mehr Autos auf den Strassen bedeuten auch mehr Luftverschmutzung und höhere CO₂-Emissionen bei der Autoproduktion.
ÖV oder Velo fahren
Die Nutzung des öffentlichen Verkehrs oder des Velos wird empfohlen. Eine Studie des Bundes zeigt, dass die meiste Zeit am Steuer in der Freizeit und beim Pendeln verbracht wird. Viele dieser Strecken lassen sich mit etwas Planung problemlos mit Zug oder Bus, zu Fuss oder mit dem Velo zurücklegen.
Häufig können die Fortbewegungsmittel auch kombiniert werden: Beim Pendeln lässt sich beispielsweise ein Teil der Strecke mit dem Schnellzug zurücklegen und anschliessend am Bahnhof Carsharing oder das Velo nutzen.
Der Verkehr verursacht fast die Hälfte der CO₂-Emissionen der Schweiz – den Flugverkehr ausgeklammert. Und es sind immer mehr Motorfahrzeuge unterwegs. Selbst im Pandemiejahr 2021, aus dem die letzten Zahlen stammen, sassen Schweizerinnen und Schweizer im Durchschnitt über 20 Kilometer pro Tag am Steuer. Wie lassen sich die CO₂-Emissionen im Strassenverkehr reduzieren? Eine Übersicht.
Das Auto teilen
Carsharing ist eine sinnvolle Methode, um weniger Autos in Umlauf zu bringen. Das kann die Umwelt erheblich entlasten: Die Produktion trägt einen wesentlichen Teil zu den CO₂-Emissionen eines Autos bei. Bei E-Fahrzeugen sind diese – trotz insgesamt besserer Umweltbilanz – sogar noch höher als bei Verbrennern.
Auf der «Shared Mobility»-Karte des Bundesamtes für Verkehr sind sämtliche Angebote in der Nähe ersichtlich. Neben Diensten wie Mobility, das sich vor allem für Kurzstrecken eignet, können Privatpersonen auf Plattformen wie www.2em.ch oder www.gomore.ch ihr Auto zum Carsharing anbieten.
Generell gilt: Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, nimmt man am besten gleich eine Freundin oder einen Arbeitskollegen mit, der oder die dieselbe Strecke zurücklegt. Über die Plattform Blablacar findet man Mitfahrende, die dich sogar bezahlen.
Sparsamer fahren
Wer ein paar wenige Tipps berücksichtigt, spart bis zu 15 Prozent Treibstoff ein – und hat mehr Geld im Portemonnaie.
Auf Ecodrive.ch sind alle Tricks für Schalt- und Automatikautos übersichtlich zusammengetragen: Nutze den Tempomat, schalte die Sitzheizung aus, fahre niedertourig. Wer sich intensiver damit beschäftigen möchte, kann auf der Plattform ein Fahr-Coaching buchen. Auch für Unternehmen und Lastwagenfahrer hält Ecodrive.ch spezielle Angebote wie ein Learning Lab bereit.
Treibstoff spart man aber nicht nur, indem man bewusster fährt. Ein Auto kann auch entsprechend eingestellt und ausgerüstet werden: Über 1000 Autogaragen in der ganzen Schweiz bieten einen halbstündigen Energiecheck an.
Umsteigen auf ein Elektroauto
«Die Ökobilanz eines Elektroautos ist in jeglicher Hinsicht besser als die eines Verbrenners, nicht nur beim Treibhausgas», sagt Krispin Romang von Swiss E-Mobility. Rund jedes fünfte neu zugelassene Auto ist bereits ein Elektroauto, und das Netz der Ladestationen wird immer dichter.
Wer noch einen Verbrenner in der Garage hat, für den ist es ökologisch sinnvoll, dieses Fahrzeug weiter zu nutzen, bevor er auf ein Elektroauto umsteigt.
Autonome Fahrzeuge – oder doch nicht?
Manche sind überzeugt, dass mehr autonome Fahrzeuge den Verkehr nachhaltiger machen werden: Sie können näher auffahren, es gibt weniger Staus, und autonome Taxis ermöglichen zudem eine höhere Auslastung.
Die kalifornische Universität UC Davis kam in einer Studie zum Schluss, dass durch Automatisierung, Elektrifizierung und Sharing bis zu 80 Prozent der CO₂-Emissionen des Strassenverkehrs eingespart werden können – doch das Ergebnis ist umstritten.
Andere Wissenschaftler entgegnen, dass selbstfahrende Autos nur dann nachhaltiger sind, wenn dadurch nicht plötzlich viel mehr Menschen mit dem Auto unterwegs sind – und wenn die Fahrzeuge auch geteilt werden. Denn mehr Autos auf den Strassen bedeuten auch mehr Luftverschmutzung und höhere CO₂-Emissionen bei der Autoproduktion.
ÖV oder Velo fahren
Die Nutzung des öffentlichen Verkehrs oder des Velos wird empfohlen. Eine Studie des Bundes zeigt, dass die meiste Zeit am Steuer in der Freizeit und beim Pendeln verbracht wird. Viele dieser Strecken lassen sich mit etwas Planung problemlos mit Zug oder Bus, zu Fuss oder mit dem Velo zurücklegen.
Häufig können die Fortbewegungsmittel auch kombiniert werden: Beim Pendeln lässt sich beispielsweise ein Teil der Strecke mit dem Schnellzug zurücklegen und anschliessend am Bahnhof Carsharing oder das Velo nutzen.