Eigenheimbesitzer profitieren mit einer Photovoltaik-Anlage gleich dreifach: Sie sind unabhängig vom Energielieferanten, sparen Stromkosten und engagieren sich für die Umwelt. Erfahre nachfolgend die wichtigsten Fakten zum Thema und finde heraus, ob sich die Investition für dich lohnt.
1. Damit eine Photovoltaik-Anlage funktioniert braucht es Sonnenstrahlen
Der sogenannte Photovoltaik-Effekt entsteht, indem Sonnenstrahlen auf die Solarpanels treffen und anschliessend durch die Solarzellen direkt in Gleichstrom umgewandelt werden. Der Gleichstrom wird dann über Verkabelung in die Stromzentrale des Hauses (z. B. in den Keller) geleitet, wo er sich in Wechselstrom umwandelt und für diverse Haushaltsgeräte genutzt wird.
2. Fast jedes freistehende Haus ist geeignet
Ein idealer Standort für eine Photovoltaik-Anlage ist ein freistehendes Haus mit einem nach Süden ausgerichteten Dach. Auch Flachdächer eignen sich gut. Eine geringe Verschattung ist ebenfalls vorteilhaft. Bei einem ost-west-ausgerichteten Dach produziert die Anlage zwar weniger Strom als auf einem Süddach, aber sie deckt den Eigenbedarf näherungsweise ab. Erfüllt dein Vorhaben die notwendigen Kriterien, sparst du durch Baufördergelder nicht nur Investitionskosten bei der Installation deiner Photovoltaik-Anlage. Du kannst auch künftig von tieferen Energiekosten profitieren.
3. Nur ein Viertel des produzierten Stroms wird genutzt
Der durchschnittliche Nutzungsgrad des selbst produzierten Stroms liegt in Einfamilienhäusern bei rund 25 Prozent. Der restlich vorhandene Strom wird häufig ins öffentliche Stromnetz integriert und verkauft. Da der Verkaufspreis oft nicht sehr attraktiv ist, lohnt es sich, den Strom mit einer Batterie zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt selbst zu nutzen.
4. Es gibt keine Baubewilligungspflicht mehr
Seit der Einführung des neuen eidgenössischen Raumplanungsgesetzes im Jahr 2014 ist die Baubewilligungspflicht abgeschafft. Nur in Kernzonen ist diese immer noch erforderlich. Die Umsetzung kann jedoch je nach Kanton unterschiedlich gehandhabt werden. In einigen Kantonen ist zum Beispiel für grössere Photovoltaik-Flachdachanlagen immer noch eine Bewilligung erforderlich. Für Einfamilienhäuser gilt dies in der Regel jedoch nicht mehr landesweit.
5. Nicht jeder Anbieter hat die fachlichen Kompetenzen
Aufgrund des aktuellen Nachfragetrends für Photovoltaik-Anlagen drängen sich Anbieter auf den Markt, die eine fachmännisch und technisch einwandfreie Installation nicht gewährleisten können. Dies birgt beispielsweise das Risiko, dass Kabel schlecht verlegt oder Anlagen verbaut werden, die nicht die versprochene Leistung erbringen. Oft kommen diese mangelhaften Arbeiten erst bei der Wartung der Anlage zum Vorschein. Deshalb ist es wichtig, besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Installateure zu legen.

