Dass das Velo, das E-Bike oder der E-Scooter in Städten als ressourcenschonende, urbane Alternativen zum Auto gelten, ist bekannt. Der neue Trend unter den sogenannten Light Electric Vehicles (LEVs) geht aber zu drei- bis vierrädrigen elektrisch betriebenen Leichtfahrzeugen. Die kleinen Flitzer wurden bisher oft belächelt, sind jedoch kostengünstig, praktisch und schonen Portemonnaie, Umwelt und verringern den ökologischen Fussabdruck.
Diese sogenannten Microcars sind nämlich nicht nur vergleichsweise kostengünstig und natürlich platzsparend, sie könnten auch die CO2-Emissionen im Vergleich zu «klassischen» – also durch fossile Brennstoffe betriebene – Autos um rund 40 Prozent verringern, wie eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ergibt.
Studienleiterin Mascha Brost dazu: «Ressourcenschonende Fahrzeuge sind ein wichtiger Faktor, um die Klimawirkung des Verkehrssektors zu senken – zusätzlich zu Veränderungen unseres Mobilitätsverhaltens und technologischen Fortschritten.»
Während die kleinen Mini-E-Autos und ihre Fans lange Zeit eher Spott und Häme auf den Strassen ausgesetzt waren, steigen ihre Akzeptanz und auch ihr Ansehen durch das Interesse an alternativen und nachhaltigen Mobilitätsformen exponentiell.
Viele Schweizerinnen und Schweizer wollen immer bewusster und ressourcenschonender leben, ohne dabei grosse Einbussen im alltäglichen Komfort zu verspüren. Da passen die elektronischen Miniflitzer – die je nach Modell und Ausführung zwar nicht immer für Autobahnfahrten zugelassen sind, dafür aber auch ohne Führerausweis gefahren werden dürfen – perfekt ins Bild. Urbane umweltbewusste Mobilität, die Geldbeutel, Platz und Ressourcen schont, ist demnach in den Schweizer Städten angekommen.

