Niedrige Temperaturen, Staub und Steine, dünne Luft – der Planet Mars ist für uns Menschen ein eher ungemütlicher Ort und als Lebensraum kaum vorstellbar. Trotzdem glauben manche, dass eine Besiedelung des Planeten möglich ist, sobald eine Technologie vorhanden ist, die das Überleben auf dem Mars möglich macht. Wie weit fortgeschritten sind diese Projekte? «Man muss drei Stufen unterscheiden. Die erste Frage ist, wie weit wir davon entfernt sind, den ersten Menschen zum Mars und wieder zurückzubringen. Wenn das gelingt, könnten wir dort eine kleine Forschungsgruppe – etwa wie in der Antarktis – etablieren», sagt der Schweizer Astrophysiker und ehemaliger Wissenschaftsdirektor der NASA Thomas Zurbuchen. «Davon sind wir aber wahrscheinlich zehn oder mehr Jahre entfernt. Wir müssen noch vieles entwickeln, damit das möglich wird. Erst die dritte Stufe wird eine echte Besiedlung sein.»
Der Erde Sorge tragen
Vorläufig ist eine Besiedlung des Mars also keine Option. Vielmehr müssen wir alles daransetzen, unsere Lebensräume hier auf der Erde zu erhalten und die Modernisierung voranzutreiben, ohne dabei die Umwelt zu stark zu belasten. Thomas Zurbuchen: «Die Art und Weise, wie wir mit der Erde umgehen, ist sehr wichtig. Ich halte es für entscheidend, dass wir international vorgehen. Jeder Kontinent und jedes Land muss sein Bestes beitragen, sodass wir als Gemeinschaft alle Stärken nutzen.» Er ist überzeugt, dass nur gemeinsam die grossen Probleme gelöst werden können und wir unser Verhalten in einer Art und Weise anpassen müssen, die dem ganzen Planeten hilft.


