Wer kein Haus mit Umschwung hat, kann nichts für die Biodiversität tun? Und wer nicht täglich Zeit zum Giessen hat, erst recht nicht? Denkste! Ein Balkon und ein paar Wassertropfen pro Woche reichten völlig, meinen Expertinnen und Experten. Unsere Umfrage zeigt, wie jede und jeder mit ein paar Blumenkisten und -töpfen ein kleines, summendes Naturparadies anlegen kann, das einem den Feierabend verschönert.
Claudio Sedivy, Biodiversitätsexperte
«Man kann erstaunlich viel auf dem eigenen Balkon machen! Vielleicht kann man nicht gleich die Welt retten, aber man kann gleichzeitig allerlei Wildbienen und andere Insektenarten unterstützen und andererseits eine lebendige, summende Oase schaffen, in der man beim Feierabendbier immer wieder neue Besucher entdecken kann. Wer nicht täglich giessen kann oder will, nimmt einheimische Sukkulenten wie die Weisse Fetthenne, die Spanische Fetthenne, die Felsenfetthenne oder den Dachhauswurz. Letztere pflanzt man am besten in ein Balkonkistli mit Kakteenerde oder Wildbienensand und legt ein paar schöne Steine vom letzten Wanderausflug dazu. Im Sanigen-Substrat können dann auch gleich die Wildbienen ihre Nester bauen. Auf keinen Fall irgendwelche Chemie verwenden!»


