Wieso wir lokal einkaufen sollten

Wieso wir lokal einkaufen sollten

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Regionale und saisonale Lebensmittel enthalten mehr Vitamine und Nährstoffe als importierte Produkte – und weisen eine deutlich bessere Ökobilanz auf.

Von wegen Superfood: Exotische Früchte wie Goji- oder Acai-Beeren wurden jahrelang als neuester Gesundheitstrend gehypt. Bis die Beeren in der Schweiz ankommen, enthalten sie jedoch nicht mehr viele Vitamine und Nährstoffe. Frischprodukte, die aus fernen Ländern importiert werden, verlieren während des Transports wichtige Vitalstoffe. Die gesunden Inhaltsstoffe gehen durch Licht-, Sauerstoff- und Wärmeeinwirkung verloren.
Je kürzer die Transportwege von pflanzlichen Lebensmitteln sind, desto mehr Vitamine bleiben erhalten. Werden sie in Treibhäusern in wärmeren Ländern produziert, müssen Früchte und Gemüse wegen des feuchtwarmen Klimas ausserdem vermehrt mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden und weisen deswegen mehr Schadstoffrückstände auf als lokale Produkte. Heimische Alternativen zu Superfood sind beispielsweise Johannisbeeren oder Brombeeren.

Neben unserer Gesundheit profitiert auch die Umwelt, wenn wir Früchte und Gemüse aus der Region kaufen. Ein wichtiger Aspekt bei der Ökobeurteilung von Lebensmitteln ist die graue Energie. Dabei handelt es sich um die Energiemenge, die auf dem gesamten Lebensweg der Produkte benötigt wird. Sie steckt zum Beispiel im Wärme- und Strombedarf bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln, im verbrauchten Treibstoff für den Transport, in der Produkteverpackung, sowie Strom- und Wärmebedarf bei Lagerung, Verkauf und Zubereitung.
Neben den Lebensmittelproduzenten tragen auch die Käufer zur Ökobilanz von Lebensmitteln bei. Dies ist mit der Wahl des Verkehrsmittels für die Anreise zum Laden oder Markt, dem Einkaufsort und der Aufbewahrung sowie Verwertung der Produkte möglich.

Lebensmittel dann kaufen, wenn sie Saison haben

In regionalen Produkten steckt meistens signifikant weniger graue Energie als in importierten Lebensmitteln. Insbesondere der Flugtransport ist sehr energieintensiv und somit klimaschädigend. Eine Ausnahme gibt es aber: Werden Früchte und Gemüse in beheizten Gewächshäusern produziert, macht die Heizenergie den grössten Teil der grauen Energie aus. Daher ist die Ökobewertung von pflanzlichen Lebensmitteln, die in der Schweiz ausserhalb der Hauptsaison in fossil beheizten Gewächshäusern produziert werden, schlechter als diejenige der gleichen Produkte aus Freilandanbau in Südeuropa – solange sie auf dem Strassenweg transportiert werden. Der Transport per Lastwagen fällt weniger ins Gewicht als die Beheizung der Gewächshäuser. Umweltbewusste Konsumenten sollten also nicht nur auf regionale, sondern auch auf saisonale Lebensmittel aus Freilandanbau setzen.

Von wegen Superfood: Exotische Früchte wie Goji- oder Acai-Beeren wurden jahrelang als neuester Gesundheitstrend gehypt. Bis die Beeren in der Schweiz ankommen, enthalten sie jedoch nicht mehr viele Vitamine und Nährstoffe. Frischprodukte, die aus fernen Ländern importiert werden, verlieren während des Transports wichtige Vitalstoffe. Die gesunden Inhaltsstoffe gehen durch Licht-, Sauerstoff- und Wärmeeinwirkung verloren.
Je kürzer die Transportwege von pflanzlichen Lebensmitteln sind, desto mehr Vitamine bleiben erhalten. Werden sie in Treibhäusern in wärmeren Ländern produziert, müssen Früchte und Gemüse wegen des feuchtwarmen Klimas ausserdem vermehrt mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden und weisen deswegen mehr Schadstoffrückstände auf als lokale Produkte. Heimische Alternativen zu Superfood sind beispielsweise Johannisbeeren oder Brombeeren.

Neben unserer Gesundheit profitiert auch die Umwelt, wenn wir Früchte und Gemüse aus der Region kaufen. Ein wichtiger Aspekt bei der Ökobeurteilung von Lebensmitteln ist die graue Energie. Dabei handelt es sich um die Energiemenge, die auf dem gesamten Lebensweg der Produkte benötigt wird. Sie steckt zum Beispiel im Wärme- und Strombedarf bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln, im verbrauchten Treibstoff für den Transport, in der Produkteverpackung, sowie Strom- und Wärmebedarf bei Lagerung, Verkauf und Zubereitung.
Neben den Lebensmittelproduzenten tragen auch die Käufer zur Ökobilanz von Lebensmitteln bei. Dies ist mit der Wahl des Verkehrsmittels für die Anreise zum Laden oder Markt, dem Einkaufsort und der Aufbewahrung sowie Verwertung der Produkte möglich.

Lebensmittel dann kaufen, wenn sie Saison haben

In regionalen Produkten steckt meistens signifikant weniger graue Energie als in importierten Lebensmitteln. Insbesondere der Flugtransport ist sehr energieintensiv und somit klimaschädigend. Eine Ausnahme gibt es aber: Werden Früchte und Gemüse in beheizten Gewächshäusern produziert, macht die Heizenergie den grössten Teil der grauen Energie aus. Daher ist die Ökobewertung von pflanzlichen Lebensmitteln, die in der Schweiz ausserhalb der Hauptsaison in fossil beheizten Gewächshäusern produziert werden, schlechter als diejenige der gleichen Produkte aus Freilandanbau in Südeuropa – solange sie auf dem Strassenweg transportiert werden. Der Transport per Lastwagen fällt weniger ins Gewicht als die Beheizung der Gewächshäuser. Umweltbewusste Konsumenten sollten also nicht nur auf regionale, sondern auch auf saisonale Lebensmittel aus Freilandanbau setzen.

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Erste Veröffentlichung: 
1.3.2021
  |  Letztes Update: 
4.5.2021
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