Seien wir ehrlich: Die rund 2200 Kilometer Nationalstrassen, die die Schweiz durchkreuzen, wird wohl niemand als schön bezeichnen. Aber auch die Solar- und Windkraftanlagen, die nötig wären, um die Schweiz mit erneuerbarer Energie zu versorgen, betrachten viele als Verschandelung der Landschaft. Was liegt also näher, als eine hässliche Infrastruktur, die schon gebaut ist, mit einer Technologie zu erweitern, die gebaut werden muss?
Diese Idee hatte vor rund zehn Jahren Laurent Jospin, als er sich Gedanken zu einer sinnvollen Nutzung von Autobahnen für Solar- und Windenergien machte. Wenn man Autobahnabschnitte mit Solarpanelen überdachen und in den seitlichen Öffnungen Windturbinen installieren würde, liesse sich dadurch eine grosse Menge Strom gewinnen, vermutete er.

