Ob Netflix-Marathon, Shoppingtour oder Städtetrip für 39 Franken mit dem Billigflieger: Unsere Freizeit ist oft alles andere als klimaneutral. Dabei gäbe es genug Alternativen, die Spass machen und wenig Ressourcen verbrauchen.
Es gibt Hobbys, mit denen du aktiv etwas für Umwelt und Klima tun kannst und das ganz entspannt, kreativ oder sportlich. Und das Beste: Viele davon kosten (fast) nichts und lassen sich easy in deinen Alltag integrieren.
1. Wandern, Biken, Klettern: Raus aus dem Kopf, rein in die Natur
Outdoor-Sport braucht kein Abo, kein Flugticket und keinen Stromanschluss. Wer sich draussen bewegt, trainiert nicht nur Muskeln, sondern auch sein Bewusstsein für das, was schützenswert ist. Vergiss dabei nicht, Rücksicht zu nehmen: Bleib auf den Wegen, nimm deinen Abfall mit und respektiere Tiere und Pflanzen.
Tipp: Ausrüstung lässt sich oft mieten, tauschen oder gebraucht kaufen.
2. Urban Gardening: Mehr Grün, weniger Food Waste
Gemüse aus dem Supermarkt? Ist die bequemste Variante. Aber wie wärs mit selbst gezogenen Tomaten vom Balkon? Oder einem Hochbeet im Innenhof? Urban Gardening bringt die Landwirtschaft zurück in die Stadt und dich zurück zum Ursprung deines Essens.
Das Ergebnis: weniger Verpackung, weniger Transport, mehr Frische. Und ja, ein bisschen Stolz, wenn das erste Basilikum spriesst.
3. Töpfern, Porzellan bemalen und Nähen: Gestalten statt kaufen
Ton formen, alte Teller verzieren oder Stoffreste zu Tischsets verarbeiten: kreative Hobbys sind meditativ, entschleunigend und überraschend ressourcenschonend.
Du brauchst wenig, produzierst keinen Abfall und hast am Ende etwas Einzigartiges in der Hand. Noch ressourcenschonender wirds, wenn du mit alten Materialien arbeitest oder Secondhand-Shops nach Rohmaterialien durchstöberst.
4. Wildkräuter sammeln: Mach die Wiese zu deinem neuen Lieblingsladen
Was auf Schweizer Wiesen wächst, ist oft mehr als Deko: Brennnessel, Giersch, Löwenzahn oder Vogelmiere sind essbar, vitaminreich und oft besser als importiertes Superfood. Ob als Pesto, Tee, Salat oder Würze: wer sich auskennt – oder mit App oder anderen Hilfsmitteln unterwegs ist – entdeckt eine Welt voller Geschmack direkt vor der Haustür.
Wichtig: Immer nur sammeln, was eindeutig erkannt wird. Und nie ganze Bestände abernten. Fairness gilt auch gegenüber der Natur!
5. Kochen mit Köpfchen: Genuss geht auch grün
Dass regional, saisonal und pflanzlich besser fürs Klima ist, ist inzwischen kein Geheimtipp mehr. Aber das eigentliche Potenzial liegt oft in dem, was schon da ist und viel zu häufig im Abfall landet.
Kochen mit Resten ist die Kunst, aus dem Vorhandenen das Beste rauszuholen: Mach aus dem Karottengrün ein würziges Pesto, brate Broccoli-Stiele an und wirf sie in den Salat oder zaubere aus alten Bananenschalen – und den richtigen Gewürzen – ein veganer Pulled-Pork-Ersatz.
Klingt schräg? Probier es aus. Es wird dir schmecken, versprochen!
