Mathieu Schaer reiste für internationale Snowboardfilme um die Welt – bis er Umweltwissenschaften studierte und nachhaltiger leben wollte. Foto: David Malacrida

«Meine Arbeit beeinflusst das Leben von Millionen von Menschen»

«Meine Arbeit beeinflusst das Leben von Millionen von Menschen»

Ce snowboardeur genevois est à l'origine des prévisions météo

Lo snowboarder professionista dietro alle previsioni del tempo svizzere

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Der Genfer Mathieu Schaer zählte zu den grossen Namen in der globalen Snowboard-Szene. Heute arbeitet er bei Meteo Schweiz – und sorgt sich um die Zukunft unseres Planeten.

Für Mathieu Schaer war früh klar: Er wollte Snowboard-Profi werden. Mit 15 Jahren erhielt er seinen ersten Sponsoringvertrag mit einer grossen Wintersportmarke. Es folgten nationale und internationale Wettbewerbe. Schaer wechselte zum Freeriden, weitere Sponsoren kamen hinzu, und mit Anfang 20 dann die Krönung: sein erster Film mit der internationalen Produktionsfirma Absinthe Films.

«Ich wurde zu einem grossen Namen im Snowboarding und konnte davon leben», erinnert sich der Genfer im Gespräch mit 20 Minuten. Doch was ihn am Freeriden wirklich begeisterte, war weniger die Aufmerksamkeit. «Im Terrain gibt es keine Regeln», sagt er. «Es ist pure Freiheit.»

Das Gesicht hinter der Wetterprognose

Inzwischen ist Schaer 35-jährig, Vater einer zweijährigen Tochter und in seinem letzten Jahr als Snowboard-Profi. Von Montag bis Freitag arbeitet er als Data Scientist und Software Developer bei Meteo Schweiz. Seine Modelle stecken hinter den Wettervorhersagen, die täglich von Millionen Menschen in der Schweiz auf der App und der Webseite von Meteo Schweiz abgerufen werden.

Schaer arbeitet im Hintergrund. Doch ihm ist bewusst: «Meine Arbeit beeinflusst das Leben von Millionen von Menschen.» Auch er selbst war damals, beim Filmen in den Bergen, auf Wetterdaten angewiesen. Für gute Rides mussten die Schneebedingungen passen, für gute Bilder brauchte es Sonne.

Vom Schnee an die Uni

Noch heute zieht es Schaer jedes Wochenende in die Berge – doch seit dem Höhepunkt seiner Karriere hat sich etwas schleichend verändert.

Schaer suchte eine intellektuelle Herausforderung abseits der Action im Schnee. Sein Bruder lieh ihm Bücher aus, unter anderem des Philosophen und Bauern Pierre Rabhi (1938 bis 2021). Schaer begann, sich für ein simples Leben im besseren Einklang mit der Natur zu interessieren.

Er begleitete seinen Bruder, einen Geografen, zu Konferenzen, diskutierte stundenlang mit ihm und begann schon bald selbst Umweltwissenschaften zu studieren.

Umweltbewusst Snowboarden

Dem Snowboarden ist Schaer treu geblieben. Doch die Jahre an der Uni haben auch dieses beeinflusst. Zweimal schaffte er es auf das Cover des Schweizer Snowboard-Magazins Whiteout – 2011 und 2019. «Die Cover sehen ähnlich aus», sagt Schaer in einem Vortrag an der ETH Lausanne (EPFL). «Doch der grosse Unterschied liegt darin, wie es zu den Bildern gekommen ist.»

Für den Sprung von 2011 flog er in die kanadischen Rocky Mountains, mietete einen SUV und ein Schneemobil, um auf den Berg zu kommen. «Das macht ungefähr 3 Tonnen CO₂», rechnet er auf der Bühne vor. 2019 waren es noch 0,008 Tonnen. Schaer blieb in der Schweiz, fuhr mit Zug und Bus an und wanderte mit seinem Splitboard den Berg hoch.

«Das zeigt, dass man praktisch dasselbe Ergebnis erzielen kann, aber mit einem viel kleineren Einfluss auf die Umwelt», schliesst er ab.

Über 1 Million YouTube-Aufrufe

Diese Botschaft des bewussten Umgangs mit der Umwelt propagiert Schaer nicht nur unter Wissenschaftlern, sondern auch in der breiten Masse. Der Film «Shelter» (2019), ein Snowboarder-Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit und ein bewussteres Leben, wurde auf YouTube schon über 1 Million Mal angesehen.

Für Schaer ist eines klar: Andere zu beschuldigen, bringt nichts. Jeder und jede muss das Beste aus den eigenen Möglichkeiten machen und gleichzeitig die grossen Akteure zur Verantwortung ziehen – denn die Dringlichkeit der Lage ist unbestreitbar.

Im November veröffentlichten Schaers Kollegen von Meteo Schweiz nach sieben Jahren die nächsten Klimaszenarien für die Schweiz. Das Fazit fiel ähnlich aus wie 2018: Das Land müsse sich auf extremere Hitze, trockenere Sommer, mehr Starkniederschlag und weniger Schnee einstellen.

«Ich bin seit Jahrzehnten jede Woche in den Bergen unterwegs», sagt Schaer. «Ich sehe mit eigenen Augen, wie sich die Schneefallgrenze verschiebt.»

Einsatz für einen Winter mit Schnee

Doch es gebe auch eine gute Nachricht, so Schaer: «Es gibt so viele Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun.» Man könne weniger fliegen und mehr mit dem ÖV oder dem Velo unterwegs sein. Man könne Produkte konsumieren, die nachhaltig hergestellt wurden. Man könne die Heizung runterdrehen, wenn man sie nicht braucht – und bei Wahlen und Abstimmungen jene Ideen unterstützen, die den Umweltschutz priorisieren.

«Und wer, wie ich, den Wintersport liebt», sagt Schaer, «kann eine Organisation wie Protect Our Winters unterstützen.» Dort organisieren sich Schaer und weitere Wintersportler für das, was ihnen am meisten am Herzen liegt: einen Winter mit Schnee.

Ob das alles etwas bringt? Schaers eigene Geschichte ist der beste Beweis, dass der Wandel möglich ist.

Für Mathieu Schaer war früh klar: Er wollte Snowboard-Profi werden. Mit 15 Jahren erhielt er seinen ersten Sponsoringvertrag mit einer grossen Wintersportmarke. Es folgten nationale und internationale Wettbewerbe. Schaer wechselte zum Freeriden, weitere Sponsoren kamen hinzu, und mit Anfang 20 dann die Krönung: sein erster Film mit der internationalen Produktionsfirma Absinthe Films.

«Ich wurde zu einem grossen Namen im Snowboarding und konnte davon leben», erinnert sich der Genfer im Gespräch mit 20 Minuten. Doch was ihn am Freeriden wirklich begeisterte, war weniger die Aufmerksamkeit. «Im Terrain gibt es keine Regeln», sagt er. «Es ist pure Freiheit.»

Das Gesicht hinter der Wetterprognose

Inzwischen ist Schaer 35-jährig, Vater einer zweijährigen Tochter und in seinem letzten Jahr als Snowboard-Profi. Von Montag bis Freitag arbeitet er als Data Scientist und Software Developer bei Meteo Schweiz. Seine Modelle stecken hinter den Wettervorhersagen, die täglich von Millionen Menschen in der Schweiz auf der App und der Webseite von Meteo Schweiz abgerufen werden.

Schaer arbeitet im Hintergrund. Doch ihm ist bewusst: «Meine Arbeit beeinflusst das Leben von Millionen von Menschen.» Auch er selbst war damals, beim Filmen in den Bergen, auf Wetterdaten angewiesen. Für gute Rides mussten die Schneebedingungen passen, für gute Bilder brauchte es Sonne.

Vom Schnee an die Uni

Noch heute zieht es Schaer jedes Wochenende in die Berge – doch seit dem Höhepunkt seiner Karriere hat sich etwas schleichend verändert.

Schaer suchte eine intellektuelle Herausforderung abseits der Action im Schnee. Sein Bruder lieh ihm Bücher aus, unter anderem des Philosophen und Bauern Pierre Rabhi (1938 bis 2021). Schaer begann, sich für ein simples Leben im besseren Einklang mit der Natur zu interessieren.

Er begleitete seinen Bruder, einen Geografen, zu Konferenzen, diskutierte stundenlang mit ihm und begann schon bald selbst Umweltwissenschaften zu studieren.

Umweltbewusst Snowboarden

Dem Snowboarden ist Schaer treu geblieben. Doch die Jahre an der Uni haben auch dieses beeinflusst. Zweimal schaffte er es auf das Cover des Schweizer Snowboard-Magazins Whiteout – 2011 und 2019. «Die Cover sehen ähnlich aus», sagt Schaer in einem Vortrag an der ETH Lausanne (EPFL). «Doch der grosse Unterschied liegt darin, wie es zu den Bildern gekommen ist.»

Für den Sprung von 2011 flog er in die kanadischen Rocky Mountains, mietete einen SUV und ein Schneemobil, um auf den Berg zu kommen. «Das macht ungefähr 3 Tonnen CO₂», rechnet er auf der Bühne vor. 2019 waren es noch 0,008 Tonnen. Schaer blieb in der Schweiz, fuhr mit Zug und Bus an und wanderte mit seinem Splitboard den Berg hoch.

«Das zeigt, dass man praktisch dasselbe Ergebnis erzielen kann, aber mit einem viel kleineren Einfluss auf die Umwelt», schliesst er ab.

Über 1 Million YouTube-Aufrufe

Diese Botschaft des bewussten Umgangs mit der Umwelt propagiert Schaer nicht nur unter Wissenschaftlern, sondern auch in der breiten Masse. Der Film «Shelter» (2019), ein Snowboarder-Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit und ein bewussteres Leben, wurde auf YouTube schon über 1 Million Mal angesehen.

Für Schaer ist eines klar: Andere zu beschuldigen, bringt nichts. Jeder und jede muss das Beste aus den eigenen Möglichkeiten machen und gleichzeitig die grossen Akteure zur Verantwortung ziehen – denn die Dringlichkeit der Lage ist unbestreitbar.

Im November veröffentlichten Schaers Kollegen von Meteo Schweiz nach sieben Jahren die nächsten Klimaszenarien für die Schweiz. Das Fazit fiel ähnlich aus wie 2018: Das Land müsse sich auf extremere Hitze, trockenere Sommer, mehr Starkniederschlag und weniger Schnee einstellen.

«Ich bin seit Jahrzehnten jede Woche in den Bergen unterwegs», sagt Schaer. «Ich sehe mit eigenen Augen, wie sich die Schneefallgrenze verschiebt.»

Einsatz für einen Winter mit Schnee

Doch es gebe auch eine gute Nachricht, so Schaer: «Es gibt so viele Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun.» Man könne weniger fliegen und mehr mit dem ÖV oder dem Velo unterwegs sein. Man könne Produkte konsumieren, die nachhaltig hergestellt wurden. Man könne die Heizung runterdrehen, wenn man sie nicht braucht – und bei Wahlen und Abstimmungen jene Ideen unterstützen, die den Umweltschutz priorisieren.

«Und wer, wie ich, den Wintersport liebt», sagt Schaer, «kann eine Organisation wie Protect Our Winters unterstützen.» Dort organisieren sich Schaer und weitere Wintersportler für das, was ihnen am meisten am Herzen liegt: einen Winter mit Schnee.

Ob das alles etwas bringt? Schaers eigene Geschichte ist der beste Beweis, dass der Wandel möglich ist.

Mathieu Schaer a vite su qu’il souhaitait devenir snowboardeur professionnel. À 15 ans déjà, il signait son premier contrat de sponsoring avec une grande marque de sports d’hiver, avant de participer à des compétitions nationales et internationales. Il s’est ensuite tourné vers le freeride, a trouvé d’autres sponsors et, vers l’âge de 20 ans, a atteint le sommet de sa carrière avec un premier film réalisé par la société de production internationale Absinthe Films.

«Je suis devenu un grand nom du snowboard et j’ai pu en vivre», se souvient le Genevois lors d’une interview accordée à 20 Minutes. Ce qui l’enthousiasmait vraiment dans le freeride, ce n’était pas tant l’attention qu’on lui portait, mais le fait que ce soit «la liberté à l’état pur». «Sur le terrain, il n’y a pas de règles», explique-t-il.

Le visage derrière les prévisions météorologiques

Désormais âgé de 35 ans et père d’une fillette de deux ans, Mathieu Schaer entame sa dernière année en tant que snowboardeur professionnel. Du lundi au vendredi, en revanche, il travaille comme data scientist et développeur de logiciels chez MétéoSuisse. Ses modèles sont à l’origine des prévisions météorologiques consultées quotidiennement par des millions d’Helvètes via l’application et le site web de MétéoSuisse.

Si Mathieu Schaer œuvre en coulisses, il est conscient que son «travail influence la vie de millions de personnes». Lui-même était dépendant des données météorologiques lorsqu’il était en tournage dans les montagnes. Pour réaliser de bonnes descentes, les conditions d’enneigement devaient être optimales, et, pour obtenir de belles images, il fallait du soleil.

De la neige à l’université

Aujourd’hui encore, Mathieu Schaer continue à passer tous ses week-ends à la montagne, même si, depuis l’apogée de sa carrière, quelque chose a progressivement changé.

Il cherchait à relever un défi intellectuel loin des pistes enneigées. Son frère lui a prêté des livres, notamment ceux du philosophe et agriculteur Pierre Rabhi. Il a alors commencé à s’intéresser à ce que l’on pourrait qualifier d’une vie simple, plus en harmonie avec la nature.

Il a accompagné son frère, géographe, à des conférences, a discuté avec lui pendant des heures et a rapidement commencé des études en sciences de l’environnement.

Du snowboard respectueux de l’environnement

Bien que Mathieu Schaer soit resté fidèle au snowboard, ses années à l’université ont également eu des répercussions sur sa passion. Il a eu par deux fois (2011 et 2019) les honneurs de la couverture du magazine suisse de snowboard «Whiteout». «Les couvertures se ressemblent, a-t-il expliqué lors d’une conférence à l’EPFL. La grande différence réside cependant dans la manière dont les photos ont été prises.»

Pour le saut de 2011, il s’est rendu dans les Rocheuses canadiennes, où il a loué un SUV et une motoneige pour gravir la montagne. «Cela représentait environ trois tonnes de CO₂», a-t-il détaillé sur scène. En 2019, ce même chiffre était de 0,008 tonne, car Mathieu Schaer est resté en Suisse, s’est rendu sur place en train et en bus, puis a gravi la montagne avec son splitboard.

«Cela montre qu’on peut obtenir pratiquement le même résultat, mais avec un impact beaucoup plus faible sur l’environnement», conclut-il.

Plus d’un million de vues sur YouTube

Ce message de respect de l’environnement, Mathieu Schaer le diffuse non seulement auprès des scientifiques, mais aussi auprès du grand public. Le film «Shelter», plaidoyer des snowboardeurs en faveur d’une plus grande durabilité et d’un mode de vie plus responsable, a déjà été visionné plus d’un million de fois sur YouTube.

Pour Mathieu Schaer, une chose est claire: accuser les autres ne sert à rien. Chacun doit faire de son mieux tout en demandant des comptes aux acteurs importants, car l’urgence de la situation est indéniable.

En novembre, après un travail qui a pris sept années, les collègues de Mathieu Schaer chez MétéoSuisse ont publié les prochains scénarios climatiques pour la Suisse. La conclusion est similaire à celle de 2018: le pays doit se préparer à des chaleurs plus extrêmes, à des étés plus secs, à des précipitations plus abondantes et à moins de neige.

«Je me rends chaque semaine à la montagne depuis des décennies et je constate de mes propres yeux le déplacement de la limite des chutes de neige», atteste Mathieu Schaer.

Engagement pour un hiver enneigé

Mais, selon le snowboardeur, il y a aussi une bonne nouvelle: «Il existe de nombreuses possibilités d’agir contre le réchauffement climatique.» Comme, par exemple, de moins prendre l’avion, de se déplacer davantage en transports publics ou à vélo, de consommer des produits fabriqués de manière durable, de baisser le chauffage lorsqu’on n’en a pas besoin et de soutenir les idées qui donnent la priorité à la protection de l’environnement lors des élections et des votations.

«Et ceux qui aiment les sports d’hiver, comme c’est mon cas, peuvent notamment venir en aide à l’organisation Protect Our Winters», souligne-t-il. Mathieu Schaer et d’autres amateurs de ces disciplines se sont regroupés pour défendre ce qui leur tient le plus à cœur: un hiver avec de la neige.

Mais tout cela servira-t-il vraiment à quelque chose? L’histoire personnelle de Mathieu Schaer est la meilleure preuve que le changement est possible.

Per Mathieu Schaer è stato subito chiaro: voleva diventare uno snowboarder professionista. A 15 anni ha ottenuto il suo primo contratto di sponsoring con un grande marchio di sport invernali. Sono seguiti numerosi concorsi nazionali e internazionali. È quindi passato al Freeride, altri sponsor l’hanno cercato e a vent’anni ha ottenuto il coronamento dei suoi sforzi: il suo primo film con l’agenzia cinematografica internazionale Absinthe Films.

«Sono diventato un volto noto nello snowboard e potevo vivere di quello», racconta il ginevrino durante la sua chiacchierata con 20 minuti. Ma quello che davvero lo affascinava del Freeride non era l‘attenzione che riceveva. «Nelle discese non ci sono regole», spiega. «È pura libertà.»

La storia dietro le previsioni del tempo

Nel frattempo, Schaer ha compiuto 35 anni, è padre di una bambina di due anni ed è al suo ultimo anno come snowboarder professionista. Da lunedì a venerdì lavora come data scientist e software developer presso MeteoSvizzera. I suoi modelli sono utilizzati per le previsioni del tempo che ogni giorno vengono consultate da milioni di persone in Svizzera sull’app o sul sito web di MeteoSvizzera.

Schaer lavora dietro le quinte ma lo sa bene: «il mio lavoro influenza la vita di milioni di persone.» Lui stesso, quando filmava tra le montagne, consultava costantemente i dati meteorologici. Per una buona discesa la neve deve essere in perfette condizioni, per girare le scene migliori deve esserci il sole.

Dalla neve all’università

Ancora oggi Schaer trascorre tutti i finesettimana in montagna. Tuttavia, dopo il picco della sua carriera qualcosa sta lentamente cambiando.

Schaer ha cercato una sfida intellettuale oltre al brivido delle discese sulla neve. Suo fratello gli ha prestato un libro del filosofo e agricoltore Pierre Rabhi. Schaer ha iniziato a interessarsi all’idea di una vita più semplice, che seguisse i ritmi della natura.

Ha accompagnato suo fratello, geografo, a numerose conferenze, ha discusso per ore insieme a lui e ha deciso di iniziare a studiare personalmente scienze ambientali.

Snowboard e consapevolezza ambientale

Schaer è sempre rimasto fedele allo snowboard ma gli anni di università hanno lasciato un segno anche in questo ambito della sua vita. Per due volte è apparso sulla copertina della rivista svizzera di snowboard Whiteout: nel 2011 e nel 2019. «Le copertine sembrano identiche», spiega Schaer durante una conferenza all’EPFL. «Ma la differenza più grande sta nel come sono arrivato a queste fotografie.»

Per il salto del 2011 è volato fino alle Rocky Mountains del Canada e ha noleggiato un SUV e una motoslitta per salire sulle montagne. «Il tutto ha generato circa 3 tonnellate di CO2», ha raccontato sul palco. Nel 2019 il totale ammonta a sole 0,008 tonnellate. Schaer è restato in Svizzera, ha viaggiato in treno e in bus e ha risalito la montagna a piedi con il suo splitboard.

«Questo dimostra che si possono ottenere risultati pressoché identici avendo però un impatto decisamente minore sull’ambiente», conclude.

Oltre un milione di visualizzazioni su YouTube

Schaer ha deciso di condividere questo suo messaggio di consapevolezza nella gestione dell’ambiente non solo con il mondo scientifico ma anche con il grande pubblico. Il film Shelter, l’arringa di uno snowboarder per una maggiore sostenibilità e uno stile di vita più consapevole, ha già realizzato oltre un milione di visualizzazioni su YouTube.


Per Schaer una cosa è chiara: dare la colpa agli altri non porta a nulla. Ognuno di noi deve fare tutto ciò che è nelle sue possibilità e al contempo responsabilizzare i grandi attori: l’urgenza della situazione è innegabile.

In novembre, dopo sette anni, i colleghi di Schaer di MeteoSvizzera hanno pubblicato il nuovo scenario climatico per la Svizzera. La conclusione è simile a quella del 2018: Il nostro Paese deve prepararsi a ondate di calore estreme, siccità estive, precipitazioni più intense e minori nevicate.

«Da decenni ormai trascorro ogni finesettimana sulle montagne», spiega Schaer. «Vedo con i miei occhi come il limite delle nevicate sale sempre più.»

Un impegno per inverni innevati

C‘è però una buona notizia, spiega Schaer: «Ci sono così tante possibilità per dare il proprio contributo.» Si può decidere di volare di meno, di viaggiare di più con i mezzi pubblici o con la bicicletta. Si possono acquistare articoli che siano prodotti in modo sostenibile. Si può decidere di abbassare il riscaldamento quando non ce n’è bisogno e, durante elezioni e votazioni, si possono sostenere candidati e idee che diano la priorità alla protezione dell’ambiente.

«E chi, come me, ama gli sport invernali», spiega Schaer, «può sostenere un’associazione come Protect Our Winters.» È qui che Schaer e altri amanti degli sport invernali si organizzano per proteggere ciò che più hanno a cuore: un inverno innevato.

Servirà davvero a qualcosa? La storia di Schaer è una preziosa testimonianza del fatto che sì, cambiare è possibile.

Schaers Film «Shelter» (2019) ist ein Snowboarder-Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit und ein bewussteres Leben. Auf YouTube wurde er schon über 1 Million Mal angesehen.Michael Corday
«Die Cover sehen ähnlich aus», sagt Schaer in einem Vortrag an der EPFL. Doch für jenes von 2011 wurden etwa drei Tonnen CO₂ ausgestossen – und für jenes von 2019 lediglich 0,008 Tonnen.YouTube/EPFL
Statt mit dem Flugzeug reist Mathieu Schaer heute mit dem Zug in die Berge – inspiriert von den Gedanken zum simpleren Leben des Philosophen Pierre Rabhi.Mat Schaer
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Erste Veröffentlichung: 
19.12.2025
  |  Letztes Update: 
9.1.2026
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