Von Frühling bis Spätsommer blüht die Natur auf: Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Bestäuber spielen eine zentrale Rolle in unserem Ökosystem. Ihre natürlichen Lebensräume verschwinden, und mit ihnen die Artenvielfalt. Die gute Nachricht? Schon eine kleine Wildblumenwiese könnte das langfristig ändern.
Wer im Garten oder auf dem Balkon eine Wildblumenfläche schafft, hilft aktiv mit, die Artenvielfalt zu schützen. Die bunte Wiese bietet Nahrung und Nistplätze für zahllose Insekten. Sie ist eine Art Arche Noah für Bestäuber, und ohne diese würde unsere Landwirtschaft kaum funktionieren.
Wo ist der beste Standort?
Die meisten Wildblumen mögen es sonnig. Damit sich keine Gräser oder andere dominante Pflanzen durchsetzen, sollte der Boden möglichst nährstoffarm sein. Auch kleinere Flächen wie Balkonkasten oder eine sonnige Ecke im Vorgarten eignen sich gut.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Säen?
Der ideale Zeitpunkt ist laut Naturschutz.ch im Frühling (April bis Juni) oder im Spätsommer (August bis September). Doch vorher heisst es: Boden vorbereiten! Alten Rasen entfernen, Erde auflockern und bei Bedarf etwas Sand untermischen, das macht den Boden nährstoffärmer.
Wichtig ist auch das richtige Saatgut: am besten eine Mischung aus heimischen Wildblumen – am besten regional.
Dann heisst es vorerst einmal abwarten. In den ersten Wochen solltest du weder giessen noch düngen oder jäten. «Weniger ist mehr» lautet hier das Motto. Die Keimung dauert vier bis acht Wochen. Unkraut, das schneller wächst, darf bleiben, da es die Wildblumensamen vor dem Austrocknen schützt.
Wie pflegt man eine Wildblumenwiese richtig?
Im ersten Jahr braucht deine Wiese etwas Starthilfe: Etwa acht Wochen nach der Aussaat kannst du die Fläche auf rund acht Zentimeter kürzen. Das nimmt dominanten Pflanzen das Licht und gibt den Wildblumen mehr Platz.
Später reichen ein- bis zweimal Mähen und Schneiden pro Jahr. Ganz wichtig: das Schnittgut nicht sofort entfernen, zuerst trocknen lassen! Nur so können die Samen in den Boden zurückgelangen. Das schreibt das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz.
