Welche modernen Lösungen für einen Heizungsersatz gibt es?
Wärmepumpen nutzen Energie aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser und wandeln sie in Wärme zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung um. Bei Neubauten liegt ihr Anteil bei 60 Prozent. Sie lassen sich meist an bestehende Heizsysteme anschliessen und haben tiefe Betriebskosten.
Fernwärmeanlagen beziehen Wärme aus einem lokalen Wärmeverbund, etwa aus Abwärme oder erneuerbaren Energiequellen. Heizwasser gelangt über ein Leitungsnetz ins Gebäude und wird dort zum Heizen und für Warmwasser genutzt. Fernwärme ist versorgungssicher und kann über einen Zeithorizont von 20 Jahren rund 16 Prozent der Heizkosten sparen.
Solarwärmeanlagen nutzen die Sonnenenergie, um Wasser zu erwärmen und die Heizung zu unterstützen. Sonnenkollektoren auf dem Dach wandeln Sonnenlicht in Wärme um. Eine Anlage mit 4 bis 6 m² Kollektorfläche und einem 450-Liter-Speicher kann 60 bis 70 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs einer vierköpfigen Familie decken. Im Winter braucht es allerdings meistens ein zusätzliches Heizsystem.
Welche Fördermassnahmen unterstützen mein Vorhaben?
Wichtig: Fördergelder für Ihr Energieprojekt müssen Sie vor Baubeginn beantragen. Förderprogramme sind kantonal geregelt und es gibt verschiedene Anbieter und Beratungsstellen. Diese werden von der Gemeinde, dem Kanton oder dem Bund zur Verfügung gestellt. Auf energiefranken.ch erhält man eine gute Übersicht und kann sich das Angebot nach Postleitzahl anzeigen lassen.
Welche Lösung einer Heizung mit erneuerbarer Energie geeignet ist, hängt vom Gebäude und den individuellen Bedürfnissen ab. Wer sich frühzeitig informiert, kann Kosten vergleichen, Fördermöglichkeiten prüfen und den Heizungsersatz in Ruhe planen. So lässt sich der Heizungswechsel gezielt angehen. Rechnen Sie jetzt Ihr Sparpotential aus.